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EU-Kommission genehmigt Übernahme von UPC durch T-Mobile

© UPC

Damit handelt es sich um den größten Branchen-Deal in Österreich seit dem Telekom-Austria-Börsengang.

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von UPC Austria durch T-Mobile Austria nach der EU-Fusionskontrollverordnung ohne Auflagen genehmigt, wie die APA berichtet. Das Vorhaben sei wettbewerbsrechtlich unbedenklich, "weil die Tätigkeiten und die Vermögenswerte der beteiligten Unternehmen sich weitgehend ergänzen", gab die Kommission am Montagabend bekannt. Mit einem Wert von 1,9 Milliarden Euro ist die Übernahme der größte Telekommunikations-Deal in Österreich seit dem Börsengang der Telekom Austria.

‚Weiterhin mit anderen Akteuren konfrontiert‘

Während sich die wichtigsten Tätigkeiten von UPC auf die Festnetztelekommunikation beziehen würden, sei T-Mobile Austria vorwiegend in der Mobiltelekommunikation tätig, heißt es vonseiten der Kommission. Da sich die Festnetz-Internetzugangsprodukte von UPC zudem von den Mobilfunk-Breitbandprodukten der Telekom Austria erheblich unterschieden, seien die Auswirkungen des Vorhabens begrenzt.

Auch sei "das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen weiterhin mit anderen Akteuren wie dem etablierten Unternehmen A1 Telekom Austria und Hutchison Drei Austria konfrontiert". T-Mobile wäre nach dem Zusammenschluss nicht in der Lage, seine Marktmacht zu nutzen, um seine Festnetz- oder Mobilfunkkonkurrenten durch Bündelung von Festnetz- und Mobilfunkerzeugnissen auszuschließen oder zu marginalisieren, urteilte die Kommission. Daher habe die Kommission das Vorhaben ohne Auflagen genehmigt. Laut T-Mobile solle für seine Kunden vertraglich vorerst alles beim Alten bleiben.

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