Horizont Newsletter

Studie empfiehlt Marketing für "verunsicherte" Generation Z

Als "Generation, die alles hat, aber nicht mehr weiß, was sie will", sehen die Martforscher die 18- bis 29-Jährigen.
© Fotolia

Unsicher und entscheidungsschwach - so sieht eine Studie der Gesellschaft für Innovative Marktforschung (GIM) die 18- bis 29-Jährigen. Und genau darauf müsse das zielgruppengerechte Marketing abzielen.

Junge Erwachsene gälten als begehrte Zielgruppe für Marken und Medien, so die GIM. Eine generationenübergreifende psychografische Studie mit 1.000 repräsentativ ausgewählten Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren habe jedoch für die 18- bis 29-Jährigen ergeben, dass diese nicht nur selbstbewusst seien und zu klar zu ihren Wünschen, Ansprüchen und Schwächen stünden, sondern "auch zutiefst verunsichert" seien und sich mit Entscheidungen schwer täten: "Eine Generation, die alles hat, aber nicht mehr weiß, was sie will."

Die Vielzahl an möglichen Handlungsoptionen bei jungen Erwachsenen mündeten in deren Überforderung und damit Passivität, so die GIM in einer Aussendung. Gerade diese Unsicherheit biete jedoch auch Chancen, sich als Marke erfolgreich zu positionieren: "Produkte und Dienstleistungen, die den jungen Konsumenten in ihrer unübersichtlichen Welt Stabilität, Orientierung, Zugehörigkeit und Gemeinschaft vermitteln, haben gute Chancen, ins Relevant Set dieser durchaus konsumorientierten und hedonistischen Zielgruppe zu gelangen", so die GIM-Forscher.

Kritisches Selbstbild

Sich selbst beurteilen die 18- bis 29-Jährigen demnach als wenig gewissenhaft, in ihren sozialen Kontakten lieber digital als persönlich, zur Nervosität neigend, unsicher gegenüber neuen Situationen und generell leicht überfordert. Unbekümmert wirken die jungen Erwachsenen fast nur bei ihrer intensiven digitalen Mediennutzung. Aspekte wie Datensicherheit oder Persönlichkeitsschutz im Netz sind hier längst nicht so relevant wie in älteren Zielgruppen. Digitale Neuerungen werden sehr positiv aufgenommen, auch einem Thema wie Künstlicher Intelligenz begegnet die Generation Z äußerst aufgeschlossen.

Weitaus häufiger als ältere Zielgruppen bevorzugen die jungen Erwachsenen zugleich ein wohlgeordnetes Leben mit geregeltem Tagesablauf. "Hier ist nichts zu spüren von einem wilden, täglich überraschenden Lebensstil, den man gemeinhin der Jugend zuschreibt", so Sigrid Schmid, Senior Consultant bei der GIM. Bei dieser Generation finde man "nicht viel, wofür man junge Menschen normalerweise beneidet".

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online

Das könnte Sie auch interessieren