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ProSiebenSat.1 fällt aus dem DAX

Mit 19. März wechselt der Medienkonzern in den MDAX-Index der Deutschen Börse.
© APA (dpa)

Am späten Montagabend hat die Deutsche Börse bekanntgegeben, dass ProSiebenSat.1 Media SE aus dem DAX-Index der wichtigsten in Deutschland börsenotierten Unternehmen fällt. Kursverluste waren die Folge.

Die Aktien des Medienkonzerns werden vom Kunststoffhersteller Covestro aus dem DAX verdrängt. Die Aufnahme von Covestro erfolge nach der Fast-Entry-Regel, teilte die Deutsche Börse am Montag lange nach Börseschluss in einer Aussendung mit: Das Unternehmen qualifiziere sich aufgrund seiner hohen Marktkapitalisierung und des Orderbuchumsatzes für den DAX-Index.

ProSiebenSat.1 Media SE wechselt in MDAX, der die 50 größten und börsenumsatzstärksten Unternehmen nach dem DAX abbildet und nimmt damit den Platz ein, den bisher Covestro innehatte. Die Änderungen werden mit 19. März 2018 wirksam. Die Nachricht führte zu Kursverlusten bei dem Medienkonzern, der erst zuletzt Bilanz gelegt und den Vorstandswechsel - Max Conze folgte auf Thomas Ebeling - vollzogen hatte. Die Kursverluste lagen nach Bekanntwerden der Nachricht bei 1,54 Prozent und am frühen Morgen 1,89 Prozent im Minus.

Die Position von ProSiebenSat.1 im DAX war schon länger gefährdet. Schon vor einem Jahr gingen viele Anleger vom Verlust des Index-Status aus, ebenso im November bei einem Kurs von damals unter 25 Euro pro Aktie. Dass der Konzern nun bei einem Kurs von über 30 Euro trotzdem seinen Abschied aus dem DAX nehmen muss, liegt an der Konkurrenz durch Covestro, die in den letzten Quartalen nicht gegeben war.

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