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Studie wirft neues Licht auf Influencer-Marketing

Die Antworten der 18- bis 24-Jährigen unterschieden sich kaum von jenen aus anderen Altersgruppen.
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Eine britische Studie stellt Influencer-Marketing in ungewohntem Licht dar: Demnach findet etwa fast die Hälfte der befragten Konsumenten, die Bewerbung durch die digitalen Meinungsführer schade einer Marke.

Die Befragung der britischen Agentur Prizeology – sie ist auf Gewinnspielpromotions spezialisiert und damit selbst intensiv mit dem Influencer-Phänomen verwoben – nimmt dem Influencer-Marketing einiges von seinem Glanz: 44 Prozent der Befragten gaben etwa an, Influencer-Marketing lasse für sie Marken in einem schlechteren Licht dastehen. Bemerkenswert ist bei der Befragung von über 2000 britischen Konsumentinnen und Konsumenten vor allem aber, dass der vermeintliche Vorteil von Influencer-Marketing als in Content eingebettete Werbung möglicherweise gar keiner ist: 88 Prozent der Befragten gaben an, dass bezahlte Werbung gekennzeichnet sein müsse – und erkennen das zu einem Gutteil nicht bei Influencer-Postings.

71 Prozent der Befragten glauben, dass Influencer-Marketing im rechtsfreien Raum geschieht. 61 Prozent glauben an keinerlei Verpflichtung, dass Influencer angeben müssen, dass es sich bei Inhalten um bezahlte Werbung handelt. Genau das schadet laut der Untersuchung dem Image: Exakt zwei Drittel der Befragten meinen, dass nur gekennzeichnete Werbung gut für das Image einer Marke ist.

Die Rahmenbedingungen von Influencer-Marketing sind Konsumenten offenbar nur zum Teil klar: 49 Prozent wussten etwa nicht, welche Bedeutung etwa der Zusatz „#ad“ bei einem Posting bedeuten soll, und zwar über alle Generationen hinweg: Ein Drittel derer, die mit dem Werbe-Hashtag nichts anzufangen wusste, gehörte der Hauptzielgruppe der 18- bis 24-Jährigen an. 71 Prozent der Befragten schließlich forderten, dass genau das umgesetzt werden müsse, was auch nach britischen Konsumentenschutzrecht ohnehin verpflichtend ist, nämlich die klare Kennzeichnung von Werbung als Werbung auch im Influencer-Marketing.

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