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3 Content Marketing Fallen und wie ihr sie vermeidet

Ich konsumiere wirklich viel Content online und liebe gut gemachtes Content Marketing. Leider kommen mir dabei viel zu oft Fundstücke unter, die es besser nie ins Netz geschafft hätten. Drei der gängigsten Fallen beim Erstellen von Content habe ich hier für euch zusammengetragen, gemeinsam mit Tipps, wie ihr sie vermeiden könnt.

1. Experten-Gedöns
Die Verlockung ist freilich groß – wenn man schon einen Blogpost, oder ein Whitepaper  schreibt, dann will man auch schlau dabei klingen. Und schließlich weiß der Autor (im Idealfall) auch unfassbar viel über seine Branche, sein Produkt und dessen Features. Leider oft zu viel. Was dazu führt, dass der Content voller viel zu langer Sätze, technischen Begriffen, die nur Insider verstehen und Branchen-Buzzwords steckt.
Guter Content hingegen ist weder für das eigene Ego, noch für Branchenkollgen aufbereitet, sondern aus der Sicht der Zielgruppe geschrieben und verwendet deren Worte und Begrifflichkeiten. Der Leser / Zuseher versteht nur, was ihn bei seinem Wissensstand abholt.

2. Information Overload
Zu den beliebtesten Tools im Content Marketing zählen Top 10 Listen, Infografiken, FAQs, und Best Practice Beispiele. Und das zu recht, denn alle diese Werkzeuge funktionieren für sich genommen wunderbar, um Inhalte anschaulich darzustellen.  Werden sie allerdings in einem Artikel mitsammen vermischt, geht der Schuss nach hinten los. Dann findet man in dem Wulst an Information keine klare Linie mehr und nimmt sich am Ende gar nichts mit.
Besser ihr teilt die Inhalte auf. Dabei darf dasselbe Thema durchaus mehrmals und von verschiedenen Seiten beleuchtet werden. So findet jeder seine passende Darstellung und ihr erreicht mehr Engagement. 

3. Datenverliebtheit
Meine Lieblingsfalle. Ich habe den Eindruck, wenn Daten vorhanden sind, muss man sie aufzählen und verarbeiten. Was durchaus in Ordnung ist, wenn die Daten relevant sind. Werden Daten allerdings nur zu Content verarbeitet, weil sie eben da sind und vielleicht beeindruckend klingen, haben sie wenig Wert.
Daten sind für Content nur dann gut, wenn sie eine Geschichte erzählen. Was ist die Story hinter den Zahlen? Was soll sich eure Zielgruppe aus den Daten mitnehmen? Und wie beschleunigen die gewonnenen Erkenntnisse das Geschäft eurer Leser oder verbessern deren Leben? Wer diese Fragen beantworten kann, gewinnt selbst mit trockenem Zahlenmaterial, das Herz der Zielgruppe. 

Welche Stolperfallen kommen euch beim Konsumieren von Content unter? Und wie vermeidet ihr sie, bei euren eigenen Content Marketing Aktivitäten? Lasst mich eure Meinungen in den Kommentaren wissen.
[Michael Weberberger]

 

1 Kommentare

  • Klaus
    Immer wenn ich Content intravenös konsumiere, bricht die Nadel ab. Ich zieh' mir den Content dann lieber durch die Nase rein. Oh Mann. Der Autor konsumiert also Content. Unglaublich, dieses Buzzword-Bingo in unserer Branche.

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