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21. Radiopreis für Erwachsenenbildung vergeben

© Johannes Cizek/VÖV

Ausgeschrieben war der Preis in fünf Kategorien. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr zwei Produktionen des ORF sowie drei der freien Radios.

 

Dieser Artikel ist zuerst in der Ausgabe 04/2019 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken.

Bereits zum 21. Mal wurde am 23. Jänner der „Radiopreis der Erwachsenenbildung“ vergeben. Eingereicht wurden 159 Sendungen und Sendereihen, die zwischen 1. September 2017 und 31. August 2018 erstmals ausgestrahlt wurden. Nominiert wurden 18 Beiträge, aus denen die Jury schließlich die Sieger wählte. Preisstifter ist die Konferenz der Erwachsenenbildung.

In der Kategorie „Kultur“ ging der Preis an Roberta Hofer für die Sendung „Die vergessenen Bergwerke Höttings“, die vom Freien Radio Innsbruck in der Reihe „Hörlabor“ ausgestrahlt wurde. Für den Beitrag erkundete Hofer mit Lagerstätten-Kundler Peter Gstrein die nur wenigen bekannten Gänge und Stollen in der Innsbrucker Nordkette, die Zeugnis von jener Zeit ablegen, in der die Gegend um Innsbruck noch Bergbaugebiet war. Claudia Gschweitl konnte sich mit „Ich bin der, den jeder Politiker kennt“, einem Feature aus der Ö1-Reihe „Tonspuren“, unter den Nominierten für „Information“ durchsetzen. Im Mittelpunkt des Beitrages steht der junge Syrer Omar Khir Alanam, der mithilfe von YouTube-Videos Deutsch lernte; und auch indem er einfach Menschen auf der Straße ansprach, um das Reden zu üben.

In der Kategorie „Bildung/Wissenschaft“ wird der Eduard-Ploier-Preis vergeben. Ihn erhielt Julia Hofbauer für die Sendung „Mir lebn ejbig“, die in der Reihe „Radiostimme“ von Radio Orange 94.0 in Wien ausgestrahlt wurde. Der Beitrag beschäftigte sich aus Anlass des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust mit musikalischen Dokumenten aus Konzentrationslagern und den Eindrücken der Komponisten.

Als beste interaktive und experimentelle Produktion wurde die Sendung „Fake News“ ausgezeichnet, die gemeinsam von Schülern der 7. Klasse des PG Borromäum Salzburg, der Lehrerin Katharina Scharinger und der Ausbildungsleiterin der Salzburger Radiofabrik, Carla Stenitzer, gestaltet wurde. Um dem Phänomen „Fake News“ auf den Grund zu gehen, haben sich die Schüler einen ganzen Monat lang mit der Geschichte, Hintergründen und Beispielen für Fake News, aber auch mit Möglichkeiten, diese zu erkennen, auseinandergesetzt. Den Preis für die beste Sendereihe übernahmen Rosemarie Burgstaller, Michael Liensberger, Hanna Ronzheimer und Robert Weichinger den Preis für die Ö1-Spezialsendereihe „Betrifft: Österreich“ stellvertretend für die gesamte Redaktion. Bei „Betrifft: Österreich“ handelt es sich um eine Spezialsendereihe zu 80 Jahre „Anschluss“ an Hitler-Deutschland.

Die Preisverleihung fand im RadioKulturhaus in Wien statt.

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