zoomsquare: Neue App im Tinder-Style
 

zoomsquare: Neue App im Tinder-Style

Die Immobiliensuche des Wiener Start-ups ist ab sofort per iPhone- und Android-App verfügbar - Swipe-Funktion lädt zum Schmökern ein

Die uninteressanten nach links, die spannenden nach rechts wischen - dieses Prinzip kennt man von der Dating-App Tinder und artverwandten Apps. Das österreichische Start-up zoomsquare, das sich auf die Immobiliensuche im Netz spezialisiert hat, bringt dieses Prinzip jetzt in seine brandneuen Smartphone-Apps (gratis für iPhone und Android). User können dort für sie personalisierte Wohnungsannouncen durchsuchen und mit den Wischgesten merken bzw. verwerfen.

Schneller suchen, besser stöbern


"In den USA sind es bereits über 60 Prozent und auch in Österreich und Deutschland erfolgt schon die Hälfte aller Zugriffe bei der Online-Wohnungssuche über das Smartphone“, sagt zoomsquare-Gründer Andreas Langegger über den klaren Trend hin zur mobilen Nutzung. Mit dem Swipe-Prinzip will das Start-up Unterhaltung in die oft mühsame Suche nach Immobilien bringen und die Sache so einfach wie möglich machen. Langegger: „Wenn man ein Inserat ansieht, schaut man zuallererst auf das Bild. Der erste Eindruck zählt, und genau diese Tatsache machen wir uns zunutze. Wir kürzen den Prozess ab und konzentrieren uns auf das Wesentliche."

Die Daten des Nutzers (z.B. gemerkte Inserate) aus der App und aus dem Web führt zoomsquare in einem Nutzerprofil zusammen, dass sich User via Facebook oder E-Mail-Adresse erstellen können. Die exakte Position der Immobilien muss das Start-up selbst errechnen, da Makler die genauen Adressen ihrer Objekte nicht angeben. zoomsquare macht dazu eine semantische Analysetechnologie: "Dabei werden u.a. Ortsinfos und Nähenangaben von Anzeigenseiten miteinander verschnitten und so die Lage mittels Geodatenbank auf der Karte bestimmt. Das ist auch die Basis für sämtliche nützlichen Umgebungsinfos, die dann gleich für jedes Objekt mitgeliefert werden", so ein Sprecher. Der jungen Firma zufolge schaffe man derzeit etwa 80 Prozent der Inserate in Wien "Viertel-genau", kann sie also einem bestimmten Grätzel zuordnen. Viele Inserate seien zudem genau einer Straße oder einem Block zuordenbar.

Freemium-Modell in Planung


Entwickelt wurde die App in vier Monaten und nach Analyse von hunderten Apps aus 60 verschiedenen Ländern. Mit dem neuen mobilen Angebot schließt zoomsquare eine Lücke, die Beobachter öfters beanstandeten. Wie auch im Web werden Daten aus mehr als 80 Immobilienseiten aggregiert, zoomsquare kann so auf derzeit etwa 70.000 Immobilien verweisen. Zudem werden Open-Data-Portale angezapft, um etwa Geschäfte, Bankomaten oder öffentliche Einrichtungen in der Nähe der Wohnungen anzeigen zu können.

Derzeit ist zoomsquare noch komplett kostenfrei für den Nutzer. Der Business-Plan sieht vor, dass Nutzer in einem Freemium-Modell künftig für Zusatzfunktionen eine kleine Gebühr bezahlen sollen. Immobilien-Portale sollen vom Traffic, den zoomsquare ihnen liefert, profitieren. Das Start-up selbst hat vor einigen Monaten ein Investment in mittlerer sechsstelliger Höhe von willhaben.at-Gründer Wolfgang Bretschko sowie Geizhals-Chef Marinos Yannikos erhalten (HORIZONT berichtete).

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