Zielgenaue Digitalkampagnen während der Aufzu...
 

Zielgenaue Digitalkampagnen während der Aufzugsfahrt

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„Wir wollen die Stärken von digitaler Outdoorwerbung mit dem Komfort von Onlinekampagnen verbinden“, so Armin Braunsberger, Head of Media bei View. Bis Ende 2018 soll es 1.500 Tablets in Österreichs Aufzügen geben. © View Media
„Wir wollen die Stärken von digitaler Outdoorwerbung mit dem Komfort von Onlinekampagnen verbinden“, so Armin Braunsberger, Head of Media bei View. Bis Ende 2018 soll es 1.500 Tablets in Österreichs Aufzügen geben. © View Media

Außenwerbevermarkter View Media will mit seinem Aufzugsdisplay Werbung in Echtzeit nur dann ausspielen, wenn sie gesehen wird – und im Ernstfall helfen.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 48 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Ein Notrufdisplay im Aufzug, das im Ernstfall Informationen zum Status der Befreiung aus dem Lift liefert. Und: Eine digitale Werbefläche, die Werbung nur dann ausspielt, wenn sie gesehen wird und dort, wo sie dem Werbekunden nutzt. Mit dieser laut eigenen Angaben globalen Marktneuheit möchte das ober- österreichische Unternehmen View Elevator mit seiner Außenwerbevermarkter-Unit View Media das Digital-Out-of-Home-Geschäft nun in Österreich vorantreiben. Denn wird das in Aufzügen installierbare Tablet mit der patentierten „Smart Emergency Detection“ (siehe Bild) gerade nicht für einen Notfall benötigt, wird dort in HD-Qualität Werbung ausgeliefert. „Wir wollen die Stärken von digitaler Outdoorwerbung mit dem Komfort von Onlinekampagnen verbinden“, erklärt Armin Braunsberger, Head of Media bei View im Gespräch mit HORIZONT. Entwickelt wurde das 15-Zoll-Tablet in Zusammenarbeit mit der FH Hagenberg. Seit einigen Monaten wird es auch vom heimischen Aufzugshersteller Kone unter dem Namen intelliView vertrieben, womit zusätzliche Reichweite generiert werden soll. Bis Ende 2018 soll ein österreichweiter Netzwerkausbau von mindestens 1.500 View-MediaTablets erfolgen. „Die werbetreibende Wirtschaft kann für Kampagnen in Aufzügen Mehrparteienhäuser und etwa Bürogebäude in frequentierter Lage auswählen, nach Zielgruppen filtern, die Abspieluhrzeit frei festlegen und so Streuverluste reduzieren“, so Braunsberger. Das individuell einbuchbare Budget werde sodann in einem definierten Zeitraum ausgespielt. „Der eine Kunde möchte beispielsweise nur in Mehrparteienhäusern werben, der andere nur in Bürogebäuden in Salzburg, und zwar nur bei Abwärtsfahrten“, führt Braunsberger aus. Die Ausspielung erfolgt sensorengesteuert mittels Vibrations- und Helligkeitssensoren im Lift und somit nur bei Benutzung. Weiters funktioniert sie vollautomatisiert in Kombination mit etwa Auslastungsprognosen und täglichen Performanceanalysen. Gleichzeitig zählt ein Server die ausgespielten Kampagnen mit.

Expansion ins Ausland geplant 
Bis dato lag der geografische Schwerpunkt in Salzburg, zu den Kunden zählen unter anderem Pizza Mann, Fressnapf oder die Stadt Salzburg. Am meisten geworben wird in Mehrparteienhäusern, Bürogebäuden und Parkgaragen. Um die Zielgruppe zu erreichen, würden laut Braunsberger vorab für jeden Aufzug Daten wie das durchschnittliche Einkommen und Alter der Nutzer und der Anteil der weiblichen und männlichen Fahrgäste erhoben. Zudem gebe es mit dem Prototyp „View Sense“ weitere Pläne: Zusätzlich zur standardmäßigen Notfallkamera soll bei den Displays eine Softwareerweiterung eingebaut werden, die erkennt, wie viele Personen sich im Aufzug befinden, um so die Kampagne an die gewünschte Personenanzahl auszuspielen. Nächster Schritt ins Ausland? „Ja, wir beginnen jetzt mit dem Gerätevertrieb in Deutschland und der Schweiz“, verrät Braunsberger: „Über einen Messeauftritt haben wir kürzlich Vertriebskanä- le und Kontakte bis nach Argentinien geknüpft. Südamerika ist ein boomender Markt für Aufzugdisplays, viel stärker als bei uns. Wir wollen aber natürlich auch in der Heimat punkten. Wenn wir es hier schaffen, schaffen wir es überall“. 

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