Zensurvorwürfe gegen Apple
 

Zensurvorwürfe gegen Apple

Der US-Konzern Apple regelt den Zugang zu den Programmen für iPhones nach seinen eigenen Regeln.

Der Computerhersteller Apple setzt bezüglich der Programme für iPhones, Apps genannt, auf Kontrolle: Das Unternehmen prüft nicht nur die technische Funktion der mehr als 100.000 Anwendungen für die Mobiltelefone, sondern auch deren Inhalte. Damit schafft Apple weltweit Zugangskontrollen nach eigenen Regeln. Kritiker werfen Apple gar Zensur vor.



Zu den Regeln von Apple gehört beispielsweise die Zensur von nicht jugendfreien Inhalten. So werden Nacktfotos und Sex-Anzeigen der Tageszeitungen in iPhone-Version kurzerhand von Apple gelöscht und erscheinen beim Konsumenten als weiße Flecken. Entweder liefern die Anbieter ihre Inhalte so, dass sie nicht beanstandet werden oder Apple greift selbst ein und löscht diese. Die genauen Richtlinien veröffentlicht das Unternehmen jedoch nicht. Das wiederum stößt auf Kritik, da für Nutzer nicht transparent sei, ob Apple nur Bilder oder auch andere Inhalte verschwinden lässt. Laut dem Deutschen Journalistenverband sei Apple nur der "Lkw, der die Ladung transportiert". Über die Fracht dürfe nicht der Provider sondern im Streitfall Gerichte entscheiden. Manche Branchenkenner haben grundsätzlich Verständnis für das Vorgehen von Apple, allerdings müssten die Kriterien, nach denen in die Inhalte eingegriffen wird, offengelegt werden.



(Quelle: dpa/APA)
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