YouTube-Ranking: Welche Digital-Spots in der ...
 
YouTube-Ranking

Welche Digital-Spots in der Isolationszeit am meisten punkteten

A1/Screenshot YouTube
In Österreich dominierten zum Unterschied von den USA Spots für Marken, die auch in der Isolation "greifbar" waren, etwa Infrastrukturunternehmen, Lieferservices - und vor allem Supermärkte.
In Österreich dominierten zum Unterschied von den USA Spots für Marken, die auch in der Isolation "greifbar" waren, etwa Infrastrukturunternehmen, Lieferservices - und vor allem Supermärkte.

Neue Zahlen zeigen, welche YouTube-Spots in Österreich während der Zeit von Selbstisolation und Quarantäne am meisten gesehen wurden. Auffällig sind dabei die Taktiken der Werber im Unterschied etwa zu den USA.

Die österreichische Liste umfasst jene zwölf heimischen Spots, die zwischen 16. März und 30. April und somit dem Zeitraum erzwungenen Daheimbleibens auf YouTube geschaltet wurden, über 420.000 Views erreichten, und selbst die Isolation thematisierten, etwa mit dem breit ausgespielten Spot von A1.

A1:Gemeinsam können wir alles schaffen. Gemeinsam für Österreich.

Das Ranking von Google Österreich wurde analog zu YouTubes US-Ranking modelliert. Auffallend dabei ist, dass sich in den USA zu einem Gutteil gerade jene Marken um Webpräsenz bemühten, die in der Zeit der Isolation von Kunden und Publikum großteils abgeschnitten waren, bis hin etwa zur NFL in der erzwungenen Spielpause. In Österreich hingegen dominierten Spots für Marken, die auch in der Isolation "greifbar" waren, etwa Infrastrukturunternehmen, Lieferservices - und vor allem Supermärkte, die gleich vier der zwölf meistgesehenen Spots des Rankings beisteuerten, etwa jene der Rewe-Marke Billa.

Billa: Es ist das Füreinander, das uns durch diese Zeit bringt

CCA-Präsident Andreas Spielvogel (DDB Wien) warnt dabei angesichts des Rankings: "Marken, die in schlechten Zeiten nicht vermisst werden, geraten in den darauf folgenden Zeiten in Vergessenheit." Auch bei den Marken, die in Österreich in der Isolation geworben hätten, sei dementsprechend "nicht das vordergründige Verkaufen von Produkten im Vordergrund" gestanden, sondern "über weite Strecken das Erleben gemeinsamer, verbindender Gefühle. Am Beispiel des 'füreinander'-Spots von Billa wird sichtbar, welche Rolle dabei auch erstklassige Musik in Verbindung mit relevanten, aus dem Leben gegriffenen Bildern spielt."

Die vergangenen Wochen hätten insgesamt gesehen "eine einmalige Chance für Marken dargestellt, Nähe zu ihren Zielgruppen zu suchen und zu schaffen", so Spielvogel: "Dieses Setzen auf erlebbare #togetherness hilft Marken zurecht dazu, mehr und öfter gesehen zu werden. Aber auch die Sehnsucht nach der Normalität gibt wunderbare Möglichkeiten, auf kreative Art Bedürfnisse der Menschen bewusst anzusprechen, zu wecken und so für spezielle Dienstleistungen und Services zu werben, wie Magenta beweist."

Magenta: #bleibverbunden

Peter Hrubi, YouTube Lead bei Google Austria, sieht anhand der Auswahl der Spots drei erfolgreiche Kommunikationsstrategien, die sich in den letzten Wochen herauskristallisiert hätten - "erstens, Bedenken von Konsumenten direkt zu adressieren, zweitens, Konkrete Lösungen für neue Probleme anzubieten und drittens, Menschen zusammenzubringen, während sie von einander getrennt sind. Diese Marken haben gezeigt, wie man diese Strategien in Österreich eindrucksvoll auf YouTube umsetzt."

Die Liste der zwölf meistgesehenen Spots in alphabetischer Reihenfolge

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