Werbeclip verrät Googles "Moto X"
 

Werbeclip verrät Googles "Moto X"

Das Moto X ist das erste Smartphone, dass Google in enger Zusammenarbeit mit seiner Tochter Motorola auf den Markt bringt - der kanadische Elektronikhändler Rogers hat bereits einen Clip gedreht

Eigentlich hat Google, als es 2012 beschloss, den Smartphone-Hersteller Motorola zu übernehmen, behauptet, dies nur wegen den Mobilfunkpatenten zu tun. Das eigene mobile Betriebssystem Android sei wegen Patentklagen in großer Gefahr, und die 12,5 Mrd. Dollar es wert, sich so gegen die Konkurrenz zu wehren. Tatsächlich aber ist Google so auch zum Hardware-Hersteller geworden, der am mobilen Markt mit Android bereits ein gewichtiges Wort mitzureden hat.

Neues Android verraten

Der kanadische Elektronikhändler Rogers hat jetzt voreilig einen Werbe-Clip online gestellt (und mittlerweile wieder gesperrt), in dem das neue Google-Phone "Moto X" vorgestellt wird. Das Gerät ist derzeit nur gerüchtehalber bekannt und dürfte im August oder September offiziell vorgestellt werden. Das Moto X wird mit einer neuartigen Sprachsteuerung beworben, die auf die Stimme des Besitzers reagiert und zurückreden kann. Dem persönlichen digitalen Assistenten Google Now kommt bei dem Gerät offenbar eine besonders zentrale Rolle zu, indem er mit Routenplanung, Wettervorhersage oder Terminkoordination durch den Tag helfen soll.

Neu ist auch die Funktion, die Kamera des Geräts mit zweifachem Schütteln zu starten. Es gibt keinen virtuellen Auslöseknopf mehr, Fotos werden einfach durch die Berührung des Bildschirms geschossen (auch Serienbilder sind möglich). Insgesamt könnte es sich bei den im Video vorgestellten Features um Funktionen einer neuen Android-Version handeln, die exklusiv auf dem Moto X in den Handel kommt. Wie Google-Partner wie Samsung, LG oder HTC, die allesamt auf Android setzen, auf den Hardware-Vorstoß seitens Google reagieren, bleibt abzuwarten.

Streisand-Effekt


Bei dem Rogers-Video, dass mittlerweile wieder auf "privat" gesetzt wurde und damit nicht mehr öffentlich einsehbar ist, hat sich wieder einmal der so genannte "Streisand-Effekt" bewahrheitet - einmal im Internet veröffentlichte Inhalte sind schwer wieder löschbar, und die Löschung lenkt nur mehr Aufmerksamkeit auf den Inhalt. So ist es nicht verwunderlich, dass das Video bereits kopiert wurde und so weiter auf YouTube - übrigens auch eine Google-Tochter - zu finden ist.
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