Während Pandemie: Neun von zehn Webshops gewa...
 
Während Pandemie

Neun von zehn Webshops gewachsen

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Eine länderübergreifende Studie von ZHAW, dem Management Center Innsbruck und dem österreichischen Handelsverband zeigt auf: 51 Prozent der Webshops konnten viele Neukunden gewinnen, 40 Prozent verzeichnen eine höhere Bestellfrequenz.

Neun von zehn Onlineshop-Betreibern in Österreich und der Schweiz haben in den letzten anderthalb Jahren neue Kunden gewonnen, 51 Prozent sogar sehr viele. Zudem kaufen die Konsumenten bei rund 40 Prozent der Anbieter häufiger ein, bei jedem zweiten davon zusätzlich auch größere Mengen. 88 Prozent der Onlinehändler verzeichneten 2020 ein Umsatzwachstum, bei mehr als einem Drittel war es mit über 30 Prozentsehr stark. Zu diesen Ergebnissen kommt die neue Onlinehändlerbefragung von 365 Onlineshops der ZHAW School of Management and Law in Kooperation mit dem Management Center Innsbruck (MCI) und dem österreichischen Handelsverband.

20 Prozent Zuwachs in Österreich

"In Österreich ist der Onlinehandel heuer pandemiebedingt um 20 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro nach oben geklettert. Dieser Trend wird sich fortsetzen, weil die Konsumentinnen und Konsumenten während der Lockdowns die Vorzüge des Online-Shoppings für sich entdeckt haben", bilanziert Rainer Will, Geschäftsführer des österreichischen Handelsverbandes.

"Corona hat sich im eCommerce zu einem wahren Kundenbindungsprogramm entwickelt, durch das neun von zehn Onlineshops wachsen konnten. Bei Dreiviertel der Anbieter ist auch das Online-Marketingbudget seit der Pandemie angestiegen. Fast die Hälfte verzeichnete eine höhere Bestellfrequenz. Die 14.500 österreichischen Webshops müssen allerdings jeden zweiten Euro, der online ausgegeben wird, an ausländische Anbieter abgeben", so Will.

Neue Arbeitsplätze trotz Pandemie

Als Reaktion auf das Wachstum hat die Mehrheit der Onlinehändler zusätzliches Personal eingestellt, beispielsweise im Lager und in der Bestellverarbeitung. Viele sogenannte Omnichannel-Anbieter, die sowohl stationäre Ladengeschäfte als auch Onlineshops betreiben, haben außerdem ihre eCommerce-Abteilungen ausgebaut oder organisatorisch aufgewertet.

"Die Coronakrise hat diesbezüglich einen deutlichen Digitalisierungsschub bewirkt", bestätigt Zumstein. Viele Onlinehändler haben weiter in den Ausbau ihrer Lagerkapazitäten und in ihre IT-Systeme investiert. Inzwischen verkauft mehr als die Hälfte ihre Produkte auch auf virtuellen Marktplätzen wie Digitec Galaxus oder Amazon. Das sind deutlich mehr als noch 2019.

Probleme in der Beschaffung

Zu den aktuellen Herausforderungen der Onlinehändler gehören unter anderem Probleme bei der Beschaffung: Rund drei von vier Anbietern geben an, dass Lieferanten verzögert oder gar nicht liefern können. Daneben spüren 70 Prozent einen zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck. Unter den Omnichannel-Anbietern erwartet mehr als die Hälfte, dass es in den kommenden Jahren weniger stationäre Ladengeschäfte geben wird.

"Ein Teil der Betreiber wird wohl vermehrt auf neue Ladenformate setzen, beispielsweise Erlebnisgeschäfte oder Showrooms, in denen nur ausgewählte Produkte aus dem Onlinesortiment präsentiert und verkauft werden", meint Zumstein.

Die Standardzahlungsoptionen im Onlinehandel bleiben wie in den Vorjahren Kreditkarte und Rechnung. Nochmals zugenommen hat die Verbreitung mobiler Verfahren: So bieten beispielsweise 52 Prozent der Shops die Zahlung mit TWINT an. Technisch im Hintergrund abgewickelt werden die Überweisungen am häufigsten über PayPal, Post Finance, Worldline und Datatrans.

 

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