Von Pinkafeld in die weite Welt
 

Von Pinkafeld in die weite Welt

x.news information technology gmbh
x.news-Geschäftsführer Andreas Pongratz präsentierte das Produkt 2014 am Rande der NAB Show. Nun hat er mächtige Partner.
x.news-Geschäftsführer Andreas Pongratz präsentierte das Produkt 2014 am Rande der NAB Show. Nun hat er mächtige Partner.

Die Software x.news aus dem burgenländischen Pinkafeld wird von Medienunternehmen in aller Welt für Recherche und Kollaboration verwendet. In Österreich zählen Red Bull Media House und Heute zu den Kunden.

Mehr als 100.000 Fachbesucher aus über 160 Ländern kamen Ende April zur NAB Show in Las ­Vegas zusammen, die vom dortigen Verband der Radio- und TV-Sender, der „National Association of Broadcasters“, organisiert wird. Mittendrin: Das auf Mediensoftware spezialisierte Unternehmen x.news aus dem burgenländischen Pinkafeld.

Schon im Sommer 2014 hat x.news seinen Prototyp auf der NAB Show vorgestellt, damals allerdings bloß in einer gemieteten Hotelsuite vor ursprünglich dreißig Teilnehmern – deren Anzahl sich jedoch fast verdoppelte, als sich die Gäste über die Funktionen der Software austauschten. x.news soll das Recherchieren und die ortsunabhängige Zusammenarbeit erleichtern, indem verschiedene Nachrichtenquellen gebündelt und Inhalte miteinander geteilt werden (siehe Kasten unten).

Als Kunden konnte Geschäftsführer Andreas Pongratz inzwischen Größen wie Sky News, BBC und das Media Office of Dubai gewinnen, zu den österreichischen Abnehmern zählt seit September 2016 das Red Bull Media House und seit April dieses Jahres die Gratistageszeitung Heute. Der Vertrieb läuft über Partner, die ihrerseits als Größen in der Bereitstellung von Software für Medienunternehmen gelten – so etwa Avid, welche rund 1000 Newsrooms in aller Welt zu ihren Kunden zählen und x.news als Teil ihrer Lösung vertreiben, sowie der französische Hersteller Dalet und der kanadische Anbieter Ross Video, der weltweit rund 400 Newsrooms beliefert.

Die Unternehmensstruktur von x.news selbst ist äußerst komplex: Einer der Haupteigentümer, die X-Art-Pro-Division Handels GmbH ist seit 25 Jahren auf dem hiesigen Markt aktiv, 2015 wurden 50 Prozent von x.news an externe Kapitalgeber verkauft. Cashflow-Positiv ist x.news noch nicht, wie Pongratz verrät – allerdings ist 2016 mit einem Umsatz im sechsstelligen Bereich besser gelaufen als geplant und budgetiert; für 2017 ist er äußerst positiv gestimmt.

Wie X.News funktioniert
x.news ist ein Tool, das Anwendern die für sie relevanten Informationen aufbereitet und gebündelt präsentiert; dabei wird die Darstellung flexibel auf den Use Case des jeweiligen Anwenders angepasst. „Heutzutage ist es Usus, dass ein Redakteur seine Nachrichtenagenturen, Bildagenturen, soziale Medien und 20 Tabs im Browser gleichzeitig geöffnet hat“, sagt Andreas Pongratz, Geschäftsführer der x.news information technology gmbh.

Das Hin- und Herklicken vergeudet Zeit, der Redakteur muss sich mehrmals einloggen und hat Informationen doppelt in unterschiedlichen Programmen geöffnet – dabei ist er auch noch an das jeweilige Gerät gebunden und kann die Recherche nicht auf mobile Geräte mitnehmen. x.news bündelt diese Quellen nicht bloß alle in einem Fenster – es ermöglicht es auch, die Arbeit unterwegs weiter zu verwenden, was besonders für Reporter sehr nützlich ist.

Zudem kann das Recherchierte mit Kollegen geteilt werden, unabhängig von deren geographischem Standort – so wird verhindert, dass Informationen doppelt recherchiert werden. Auch können die Inhalte über externe Plattformen wie Office 365 oder Slack geteilt werden. Außerdem kann der User sich Alerts erstellen, dank derer er informiert wird, wenn zu bestimmten Themen Neuigkeiten aufscheinen.
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