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Von der virtuellen Welt zum realen Geschäftserfolg

Larlis Dambrans/Flickr

Bei einem Event der Digital Business Trends-Reihe am Donnerstagabend diskutierten Experten über Chancen und Risiken der Virtual und Augmented Reality.

Mit speziellen VR-Brillen tauchen Nutzer in künstliche Welten ein, bei Augmented Reality (AR) wird die Realität durch virtuelle Inhalte angereichert - Technologien, die durch immer leistungsfähigere und immer günstigere Hardware zunehmend an Fahrt gewinnen. Grund genug für die Organisatoren der Eventreihe Digital Business Trends, sich diesem Thema zu widmen. Experten diskutierten am Donnerstagabend unter dem Motto "Von digitalen Welten zu realen Geschäftserfolgen" im Haus der Musik darüber, wie die Brillen eingesetzt werden und wie sie unser Leben beeinflussen könnten.

Die Keynotes zur Einführung in die Thematik hielten Annette Mossel von der TU Wien und Markus Meixner von ViewAr - ein Unternehmen aus Wien, das sich auf 3D-visualisierte AR-Inhalte für mobile Anwendungen im Business-Bereich konzentriert.

B&O: Amortisation nach einer Woche

Mit den Lösungen von ViewAr können zum Beispiel Sales-Teams ihre Produkte präsentieren oder Immobilienentwickler zukünftige Projekte simulieren, um so schneller Entscheidungen zu treffen. Das 2011 gegründete Unternehmen hat mittlerweile 30 unterschiedliche Applikationen entwickelt - ein besonderes Vorzeigeprojekt ist eine Lösung für Bang&Olufsen, mit der Kunden sehen können, wie der neue Luxus-Fernseher in den eigenen vier Wänden aussehen würde. "Laut B&O hat sich das Investment nach einer Woche amortisiert", sagt Meixner: "Gezahlt haben sie dafür einen sechsstelligen Betrag."

Mossel hat an der TU Wien ebenfalls diverse Projekte realisiert, unter anderem mit Partnern aus der Wirtschaft. "Von der Vision des Holodeck aus Star Trek sind wir noch weit entfernt", sagt sie: "Aber wir sind näher dran als in den 1990ern." Unter anderem wurde in Kooperation mit dem Unternehmen Illusion Wall ein "Immersive Deck" entwickelt: Eine Halle, durch die Spieler gehen und dabei die VR-Sets mit sich tragen - ohne Verkabelung mit stationären Rechner -, um in virtuellen Welten Abenteuer zu bestehen. Die Hardware kostet laut Mossel rund 4000 Euro pro User, was vergleichsweise günstig ist. "In Zukunft könnten sich Freunde dann zu einem VR-Spiel treffen, anstatt Lasertag zu spielen", sagt sie.

Datenschutz als Thema

Mit den beiden Experten diskutierten in der anschließenden Podiumsdiskussion Markus Adelberger von Dimension Data Austria, Christine Antlanger-Winter von Mindshare, Franz Dornig von IBM Österreich und Harald Mayer von der APA. Neben den euphorisierenden Zukunftsvisionen war hier auch der Datenschutz ein Thema - denn immerhin sammeln die Brillen etliche Informationen über das Verhalten ihrer Träger. 

Die besten Tweets des Abends

 
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