Venionaire will bei Start-up rublys investier...
 

Venionaire will bei Start-up rublys investieren

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Die Rubbel-Gutschein-App aus Wien hält bei 80.000 täglich aktiven Nutzern - mindestens soll eine Million Euro fließen - Voraussetzung für Investment ist ein potenter Lead-Investor, der die Internationalisierung unterstützt

Erst Ende Februar hat die Risikokapitalfirma Venionaire bekannt gegeben, einen Start-up-Fonds in der Höhe von 100 Millionen Euro auflegen zu wollen und das Geld in hauptsächlich österreichische und deutsche Start-ups investieren zu wollen - und schon gibt es die erste Ankündigung, wohin das Geld bald fließen soll. "Wir wollen mindestens eine Million Euro in die nächste Finanzierungsrunde von rublys einbringen, idealerweise gleich nach dem Closing", sagt Venionaire-CEO Berthold Baurek-Karlic zum HORIZONT (Anm.: Das Closing des Venionaire-Fonds ist für Juli 2015 geplant). "Voraussetzung ist, dass wir einen Lead-Investor dabeihaben, der bei der Internationalisierung, vor allem in den USA, unterstützt. In New York haben wir dazu schon Gespräche geführt, und ein US-Investor hat zu rublys gesagt: “You could be a Rock Star in New York”."

Das Start-up rublys ist Normalverbrauchern vor allem aus der TV-Werbung bekannt, wo die Rubbel-Smartphone-App, bei der man sich spielerisch Gutscheine für (Online-)-Shops besorgen kann, emsig beworben wird. Im Rahmen der Start-up-Show "2 Minuten 2 Millionen" von Puls 4 hat rublys Ende 2013 ein Investment in der Höhe von 650.000 Euro bekommen, neben Business Angel Michael Altrichter ist auch die ProSiebenSat.1-Tochter SevenVentures an Bord, die für Firmenanteile Medialeistung zur Verfügung stellt.

Self-Service-Bereich für KMU

rublys hält laut CEO Manuel Zwittag bei derzeit mehr als einer Million App-Downloads (350.000 aus Österreich, der Rest aus Deutschland), die spannendere Zahl sind aber die etwa 80.000 täglich aktiven User. Rund 350 Unternehmen und Brands haben bis dato mobile Kampagnen bei dem Start-up gebucht. Demnächst soll eine Self-Service-Plattform KMU erlauben, auf einfach Weise ab 99 Euro/Monat selbst Kampagnen einstellen zu können. Eine derzeit in Entwicklung befindliche neue Version der App soll es den Endnutzern bald erlauben, die Angebote besser personalisieren zu können.

"Bei uns geht es um Schnelligkeit", sagt Zwittag zum HORIZONT. Da rublys keine Patente hält, wäre die App von Konkurrenten einfach zu kopieren. Würde man das Geschäft weiter nur auf Österreich und Deutschland beschränken, wäre man demnächst "Cashflow positiv", so Zwittag. Im Fokus stehe allerdings die internationale Expansion. Mit dem frischen Geld, das Venionaire und der noch zu findende Lead-Investor bei rublys einzahlen könnten, will man rasch in den USA Fuß fassen. In New York soll dazu auch ein eigenes Büro entstehen.

Ab Freitag, 28. März, lesen Sie ein großes Interview mit Venionaire-CEO Berthold Baurek-Karlic in HORIZONT-Ausgabe 13/2015. Hier geht´s zu den Abos.
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