Venionaire Capital: 100 Mio. Euro für Start-u...
 

Venionaire Capital: 100 Mio. Euro für Start-ups

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Ein neuer Venture-Capital-Fonds will ziemlich viel Geld sammeln, um österreichische und deutsche Jungunternehmen zu finanzieren

Wenn alles so läuft, wie es Österreichs Risikokapitalgeber planen, dann kann die heimische Start-up-Szene bald mit einem wahren Geldregen rechnen. Denn in einer Aussendung hat Venionaire Capital, eine Investmentfirma mit Sitz in Wien, nun angekündigt, in einem neuen Venture-Capital-Fonds 100 Millionen Euro sammeln zu wollen, die in Start-ups, die sich Themen wie Automation, Analytics und Big Data, Scientific Computing und Robotik widmen, gesteckt werden sollen. Zwischen ein und fünf Millionen Euro will man in Jungunternehmen vorwiegend aus Österreich und Deutschland investieren, die in der ersten oder zweiten Wachstumsphase stecken und international expandieren wollen.

Im Management des Fonds sitzen Finanzexperten rund um Business Angel und Mehrfach-Gründer Berthold Baurek-Karlic und Private-Equity-Experte Martin Steininger, der zuletzt Vorstand der Mezzanin Finanzierungs AG war. Vorsitzender des Investmentkomitees ist Gert Reinhard Jonke (u.a. 3i Group Austria, Gain Capital), das Management von Venionaire Capital wird u.a. von TV-Moderator und Business Angel Christian Clerici, Universitätsprofessor Matthias Fink, IT-Security-Experte Andreas Tomek, Rechtsanwalt Stefan Prochaska und Brainloop-Geschäftsführer Helmut Pöllinger beraten.

Institutionelle Geldgeber gesucht


Das Geld will Venionaire Capital in erster Linie bei institutionellen Investoren sammeln, also etwa bei Versicherungen, Pensionskassen, Familien-geführten Firmen oder Dach-Fonds. Aktuell investiert ist Venionaire Capital beim Unternehmens-Chat ChatGrape, dem Kurs-Marktplatz courseticket oder dem Elektromotorspezialisten EGO Sports.

Der Zeitpunkt der Bekanntgabe, 100 Millionen Euro aufstellen zu wollen, passt ganz gut. Kommende Woche wird der Wiener Risikokapitalgaber SpeedInvest voraussichtlich bekannt geben, dass man etwa 50 Millionen Euro für seinen eigenen, zweiten Start-up-Fonds zusammen gesammelt hat, zudem gibt es auf Regierungsebene Überlegungen, einen Risikokapitalfreibetrag einzuführen.
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