Uber stellt Dienst in Wien vorerst ein
 
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Der Fahrdienstvermittler Uber stellt seine Dienste in Wien vorübergehend ein. Alle drei Services, die in Wien angeboten werden, werden ab Mittwochabend eingestellt. Uber hatte erst im vergangenen Sommer seine Marketing-Bemühungen in Österreich verstärkt und personell aufgestockt.

Der Fahrdienstvermittler Uber stellt seine Dienste in Wien vorübergehend ein. Alle drei Services, die in Wien angeboten werden, werden ab heute, Mittwochabend, eingestellt. Das berichtet die APA unter Berufung auf eine Uber-Sprecherin. Grund ist eine Einstweilige Verfügung des Handelsgerichts Wien. Das Gericht gab damit einer Klage der Vermittlungszentrale Taxi 40100 vorläufig recht.

"Der heutige Beschluss des Handelsgerichts Wien erlaubt es uns vorerst leider nicht, unsere Services uberX, UberBLACK und uberVAN weiter anzubieten. In den nächsten Tagen werden wir daher intensiv daran arbeiten, unsere Prozesse anzupassen, um die Bedingungen des Gerichts zu erfüllen. Wir gehen davon aus, dass uns dies in Kürze gelingen wird und wir innerhalb weniger Tage wieder zurück sein werden", heißt es in einem Statement von Uber.

Uber, seit vier Jahren in Wien zugange, hatte erst im vergangenen Sommer seine Marketing-Bemühungen in Österreich verstärkt und personell aufgestockt. (HORIZONT berichtete). Aktuell unterhält man beispielsweise Partnerschaften mit Rapid Wien, Coca Cola und der Veranstaltung "Masters of Dirt".

Taxify macht weiter

Vom Konkurrenten Taxify heißt es, dass das Urteil des HG Wien keine Auswirkungen auf das Angebot des europäischen Anbieters habe: Das in Estland gegründete Unternehmen macht weiter, befürchtet jedoch negative Auswirkungen für die Konsumenten und eine Verzerrung des freien Wettbewerbs. Eine sinnvolle Regelung für Mobilitätsangebote wäre ein wichtiger Schritt in der digitalen Transformation und würde den Menschen mehr Wahlmöglichkeiten bieten, die zu einer Entlastung des Individualverkehrs führen, heißt es von Taxify. "Wir arbeiten eng mit nationalen und europäischen Regierungen zusammen, um Rahmenbedingungen zu definieren, damit die Menschen vom technologischen Fortschritt profitieren können“, betont Taxify Country General Manager Florian Löschenberger.

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