Twitter warnt Medien vor weiteren Hacks
 

Twitter warnt Medien vor weiteren Hacks

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Nach Falschmeldung im Namen der AP geben die Betreiber teils skurrile Tipps zum Schutz von Accounts

Nach der Hack-Attacke auf den Twitter-Account der Nachrichten-Agentur Associated Press (@AP) ist beim Kurznachrichten-Dienst Feuer am Dach. Immerhin hat die Falschmeldung, die unbekannte Angreifer über den AP-Account zu Explosionen im Weißen Haus vergangene Woche absetzten, Börsenkurse kurzfristig auf Talfahrt geschickt und live vorgeführt, welche Auswirkungen 140 gefälschte Zeichen haben können (HORIZONT berichtete).

Twitter hat deswegen Medienvertretern eine Warnung geschickt, man glaube, dass die nicht der letzte Angriff auf Medien-Accounts war. Bis die Firma ein Two-Step-Authentification-Sytem zur besseren Sicherung von Profilen einführen könne (beim Einloggen muss man eine zusätzlichen Bestätigungs-Code, der etwa via SMS kommt, eingeben), sollten Medien besondere Vorsicht bezüglich Twitter walten lassen.

Extra-Computer für Twitter


Die Ratschläge, die Twitter in der Aussendung gibt, sind größtenteils vernünftig, aber auch skurril. So wird geraten, einen speziellen Computer einzurichten, über den ausschließlich Twitter zu nutzen ist. Das würde dabei helfen, dass das Passwort nicht auch auf anderen Computern eingetippt wird. Außerdem solle man auf diesem Rechner keine anderen Programme wie E-Mail oder Browser nutzen, weil über diese Anwendungen Schad-Software auf das Gerät kommen könne, das Passwörter ausspähen könnte.

Viele andere Tipps leuchten ein - etwa die Einschränkung des Zugangs zum Passwort auf wenige Personen, ein Passwort, dass aus vielen Sonderzeichen besteht, oder die Kontrolle der Apps, denen man Zugriff auf das Twitter-Konto gewährt hat. Außerdem solle man einen Notfall-Plan entwickeln und Twitter sofort informieren, falls ein Account plötzlich in fremden Händen landet. Die Betreiber haben dann die Möglichkeit, das Konto wie im Falle der AP schnell zu sperren.

Alle weiteren Tipps, die Twitter gibt, können hier sowie im Sicherheits-Bereich auf der Betreiber-Seite nachgelesen werden.
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