Trends 2017 #6: Künstliche Intelligenz
 

Trends 2017 #6: Künstliche Intelligenz

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Was geht, was kommt, was entwickelt sich weiter.
Was geht, was kommt, was entwickelt sich weiter.

Das kommende Jahr wird das Jahr der künstlichen Intelligenzen und der Chatbots.

In den kommenden Jahren wird künstliche Intelligenz die Wirtschaft transformieren – auch in Österreich, wie eine Studie von Accenture prognostiziert: Demnach wird durch den Einsatz intelligenter Maschinen die heimische Wirtschaft bis 2035 jährlich um drei Prozent wachsen. Das wäre eine Verdopplung gegenüber dem Szenario auf Basis des technologischen Stands von heute mit einer Wachstumsrate von 1,4 Prozent pro Jahr. Die zusätzliche Wertschöpfung der Roboterökonomie in Österreich beziffert die Studie auf 137 Milliarden Euro innerhalb der nächsten zwanzig Jahre. Andere Staaten werden den Studienautoren noch mehr profitieren: Für Japan wird beispielsweise eine Verdreifachung der Wachstumsrate prognostiziert. Von dieser Entwicklung profitieren auch die Entwickler von Unternehmensanwendungen im Bereich künstliche Intelligenz: Laut einer Prognose von Tractica werden die Umsätze der Anbieter in Europa von 93,12 Millionen US-Dollar im Jahr 2016 auf über 7,8 Milliarden Dollar im Jahr 2025 steigen, im gleichen Zeitraum sollen die Umsätze in den USA von 212 Millionen auf knapp 14,9 Milliarden Dollar wachsen.

Künstliche Intelligenzen entwickeln sich weiter

Dabei muss man zwischen verschiedenen Arten von Software unterscheiden, die unterschiedliche Zwecke erfüllen. Im vergangenen Jahr wurden vor allem in Österreich verschiedene Anwendungsszenarien sogenannter „Chatbots“ geschaffen: Eine Software, die über Chat-Apps wie den Facebook Messenger mit dem Kunden spricht, um ihn zu einem bestimmten Thema zu beraten oder ihm Produkte zu verkaufen. Anwendungen dieser Art empfehlen etwa coole Cafes, geben eine Wetterprognose, suchen für den Kunden nach Jobanzeigen oder nach einer Traumwohnung. Viele dieser Dienste funktionieren jedoch noch nicht einwandfrei, die Gespräche sind oft holprig. In den kommenden Monaten werden bestehende Lösungen wohl verbessert werden, professionellere Angebote werden entstehen.

Klar zu unterscheiden von Chatbots sind echte künstliche Intelligenzen, wie etwa IBMs Watson: Diese können eigenständig Daten analysieren und daraus die richtigen Entscheidungen treffen. In der Vergangenheit hat Watson bereits Ärzte beraten und Kino-Trailer geschnitten, und auch im Marketing kann der smarte Superrechner eingesetzt werden – etwa, wenn es um Big Data geht: Hier werden zum Beispiel Profile der Kunden und ihrer Umgebung erstellt, um zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Produkte anbieten zu können.
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