Trend-Schnuppern über den Branchen-Tellerrand...
 

Trend-Schnuppern über den Branchen-Tellerrand

Johannes Brunnbauer.
Hilton
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Die Augen immer offen halten, auch über die eigenen Branchen-Grenzen hinaus. Dazu raten Christina Gundacker, Strategy Consultant bei LHBS Consulting, und Michael John, Gründer und CEO bei Loop New Media, beim Werbeplanung.at-Summit 2018.

Die Verbrauchertrends befinden sich stetig im Wandel. Solche Trends könne man als Unternehmen aber nicht selbst kreieren, „sondern man muss darauf reagieren, und sie heraushören, bevor es die anderen tun“, mahnt Gundacker. Nokia etwa habe klar den Shift zum Smartphone verschlafen, Kodak hätte Instagram erfinden können, „haben sie aber nicht“. Man müsse die Konsumenten stetig beobachten, um ihre Bedürfnisse zu verstehen.

Und wachsam sein, bedeute nicht nur innerhalb der eigenen Branchengrenzen, wie John ausführt: „87 Prozent der Konsumenten vergleichen eine Marke nicht nur mit der unmittelbaren Konkurrenz, sondern auch mit innovativen globalen Unternehmen. Verbraucher kennen keine Industriegrenzen mehr.“ Wegen der Service-Geschwindigkeit von Amazon seien die Menschen Schnelligkeit nun einmal gewohnt. Banken, die eine Woche für die Versendung ihrer Bankkarte brauchen, sollten sich Retail-Unternehmen ansehen.

Gleichzeitig solle man bei Disruption auf den tatsächlichen Need der Verbraucher setzen, wie Amazon Alexa. So sei Google Glass gescheitert, weil man Ästhetik, Datenschutz- und Sicherheitsbedenken und das Verlangen der Nutzer, manchmal auch ohne Digital auszukommen, ignoriert habe. John dazu: „Google war zu sehr nach Innen fokussiert. Sie haben Google Glass gelauncht, weil sie es konnten, nicht weil sie gebraucht wurde.“ Gundackers Forderung: „Mehr Alexas, weniger Google Glasses“.

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