#traffickinghub: Eine halbe Million Unterschr...
 
#traffickinghub

Eine halbe Million Unterschriften für Pornhub-Petition

Screenshot / www.traffickinghub.com
Unterzeichner aus 192 Ländern zählt die mit Februar gestartete Petition gegen Pornhub laut den Organisatoren.
Unterzeichner aus 192 Ländern zählt die mit Februar gestartete Petition gegen Pornhub laut den Organisatoren.

Die Online-Petition fordert die Schließung der weltweit größten Pornografie-Website.

Die "Traffickinghub"-Petition beschuldigt Pornhub und dessen Mutterunternehmen Mindgeek, auf seiner Website Sexhandel sowie Vergewaltigungen von Frauen und Kindern zu unterstützen und finanziellen Nutzen daraus zu ziehen. Auf der Porno-Seite würden nicht alle hochgeladenen Inhalte ausreichend kontrolliert, so der Vorwurf an die Betreiber.

Initiatorin der Petition ist Laila Mickelwait. Mickelwait ist Gründerin von Exodus Cry, einer Organisation, die sich gegen Menschenhandel einsetzt. Über 300 weitere Organisation, die in den USA, Kanada, Australien, Großbritannien, Europa sowie Lateinamerika gegen Menschenhandel vorgehen und sich für den Schutz von Kindern sowie die Rechte von Frauen einsetzen, haben sich der Kampagne laut Aussendung mittlerweile angeschlossen.

Pornhub wehrte sich auf Anfrage von jetzt.de, dem Millennial-Portal der Süddeutschen Zeitung gegen die Vorwürfe: Man unternehme alles, um illegale Inhalte zu bekämpfen. Die Plattform habe ein großes Team, welches manuell alle Uploads prüfe. Zudem nutze man spezielle Software, um Videos von Kindesmissbrauch zu erkennen und löschen und den erneuten Upload bereits gelöschter Inhalte zu verhindern.

'Lediglich die Spitze des Eisbergs'

Dem widerspricht Mickelwait entschieden: "Man braucht lediglich eine E-Mail-Adresse, um Videos auf Pornhub hochzuladen - ein offizieller Ausweis wird nicht benötigt. Pornhub kümmert sich nicht darum, Alter oder Einwilligung der Millionen Menschen, die in den Videos gezeigt werden, zuverlässig zu überprüfen. Ohne Fragen zu stellen, zieht das Unternehmen finanziellen Nutzen aus den Videos und lässt sie zu Geld werden". Die Website sei "auf Ausbeutung ausgerichtet und gespickt mit Videos realer Vergewaltigungen, Menschenhandel, Misshandlung sowie der Ausbeutung von Frauen und Kindern. Wir verfügen über Beweismaterial und das ist lediglich die Spitze des Eisbergs".


Im vergangenen Jahr gab es jedenfalls mehrere Fälle, in denen Videos Minderjährige, Vergewaltigung und Opfer von Menschenhandel zeigten. Die BBC veröffentlichte etwa die Geschichte von Rose Kalemba, die im Altern von 14 Jahren mit einem Messer bedroht und zwölf Stunden lang vergewaltigt wurde. Ihre Peiniger luden im Anschluss mehrere Videos ihrer Folter auf Pornhub hoch. Rose sagte aus, sie habe Pornhub sechs Monate lang vergeblich angefleht, die Videos zu löschen. Erst nachdem sie sich als Anwältin ausgegeben hatte und mit gerichtlichen Maßnahmen drohte, wurden die Videos von Pornhub entfernt.
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