TikTok-Konkurrenz: Facebook erweitert Instagr...
 
APA/AFP
Instagram wird auf TikTok angesetzt.
Instagram wird auf TikTok angesetzt.

Kein Tag ohne TikTok-Schlagzeile. Heute kündigte Facebook an, den chinesischen Konkurrenten per hauseigenem Dienst Reels zu attackieren. In den USA und 50 anderen Ländern.

Das weltgrößte Internetnetzwerk Facebook greift mit einem eigenen Produkt den Rivalen TikTok an, um dessen US-Geschäft sich gerade Microsoft bemüht. In den USA sowie in mehr als 50 anderen Ländern werde das Instagram-Angebot um einen neuen Kurzvideodienst namens Reels ergänzt, gab Facebook bekannt.


Reels wurde in einigen Ländern schon getestet und gibt Nutzern ähnlich wie TikTok die Möglichkeit, handyfreundliche Videos aufzunehmen und diese mit Sondereffekten und Musik zu posten. TikTok-Chef Kevin Mayer bezeichnete Reels deswegen bereits als Klon. TikTok gehört zum chinesischen Konzern ByteDance. Die US-Regierung droht, die vor allem bei Jugendlichen beliebte App wegen Sicherheitsbedenken zu verbieten.

Österreich ist bei der aktuellen internationalen Ausrollung des Videodienstes Reels bei der Facebook-Tochter Instagram vorerst nicht mit von der Partie. "Es steht noch nicht fest, wann es so weit sein wird", sagte ein Facebook-Sprecher am Mittwoch auf APA-Anfrage. Der TikTok-Konkurrenzdienst sollte aber auch hierzulande "bald" verfügbar sein. Die Schweiz und Deutschland sind schon jetzt mit dabei.

TikTok wächst am schnellsten

TikTok erfreut sich auch in Österreich großer Beliebtheit. Mit einem Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr zählt TikTok im "Jugend-Internet-Monitor 2020" zu den am schnellsten wachsenden Plattformen hierzulande. Besonders beliebt ist die Plattform bei den Elf- bis 17-Jährigen. 42 Prozent der Kinder und Jugendlichen in dieser Altersgruppe verwenden die App. Vor allem bei Mädchen ist TikTok beliebt (46 Prozent), "nur" 38 Prozent der Burschen nutzt die Plattform. TikTok rangiert damit aktuell auf Platz sechs der populärsten sozialen Netzwerke in Österreich. 

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