TikTok-Klon für Instagram
 

TikTok-Klon für Instagram

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Immer mehr junge User strömen zu TikTok. Instagram reagiert und arbeitet an einem Klon, um den Trend zu stoppen und Nutzer zu sich zu holen.

Es waren für Instagram ungewohnte Zahlen: Laut den aktuellen App-Download-Daten von Sensor Tower hat TikTok im Juli zum Teil bereits mehr Downloads erreicht als Instagram. Über eine Milliarde Mal wurde die App bisher in 150 Ländern und in 75 Sprachen heruntergeladen
– wenn man den Angaben des chinesischen Unternehmens ByteDance glaubt, zu dem die App seit gut zwei Jahren gehört. Die Plattform Social Media Today vermutet, dass TikTok derzeit rund 26  Millionen monatliche Nutzer hat, die im Durchschnitt 46 Minuten pro Tag damit online sind. Im Vergleich dazu: Instagram kam im Juli 2018 auf rund eine Milliarde Nutzer pro Monat.

Neues Kamera-Feature

Die aktuellen Zahlen dürften jedoch bei Instagram für ein wenig Nervosität gesorgt haben. Die Bloggerin und Entwicklerin Jane Manchun hat entdeckt, dass bei Instagram mit „Clips“ an einem neuen Feature gearbeitet wird. Mit dem Tool sollen Nutzer künftig verschiedene  Videosegmente in einer einzigen Videostory zusammenfassen, diese mit Musik und unterschiedlichen Geschwindigkeiten hinterlegen können – Funktionen, die TikTok und Vorläufer musical.ly großgemacht haben.

Es erinnert ein wenig an die Implementierung von Instagram Storys. Snapchat hatte das Feature damals zuerst, und die Download-Zahlen
schossen in die Höhe – bis Instagram das Tool schlicht und einfach kopierte. Inzwischen sind Storys auch auf Facebook ein oft genutztes Feature. Mit der Installierung von „Clips“ soll nun offenbar die junge, kreative Szene zu Instagram geholt werden, die derzeit eher auf TikTok ihre Videos postet. Instagram geht es aber auch um die Inhalte, denn die speziell zusammengestellten Videoclips sind in der Form derzeit nur auf TikTok zu sehen und für viele neue User ein Grund, die App zu installieren. Zuletzt konnte man immer öfters auf TikTok erstellte Inhalte auf Instagram sehen. Künftig will man diese lieber selbst auf der eigenen Plattform generieren.

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