Textil-Welt multimedial
 

Textil-Welt multimedial

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Die Österreichische Textilzeitung geht neue Online- und Mobil-Wege zum Kunden, wie sie wohl nur wenige Fachmedien beschreiten. Im Zentrum steht die neue App

Auch falls die Textilwirtschaft bisher nicht zu den prioritären Interessenfeldern gezählt haben mag: Ein Blick in die letzten Ausgaben der Österreichischen Textilzeitung informiert, macht Spaß und bietet neuerdings ungeahnte multimediale Erlebnisse. Hinter der PDF-Version des zweiwöchentlich gedruckten und im Manstein-Verlag erscheinenden Fachmagazins verstecken sich nämlich viele Features. Möglich macht das die App Publiss, entwickelt von der Grazer Softwareschmiede Publiss GmbH. Basierend auf dem E-Paper erschließt sich die bunte digitale Welt, in diesem Fall jene der Textilwirtschaft und der Mode. Hinter den Bildern werden ganze Fotogalerien oder Videos eingebettet, da kann man dann etwa im E-Paper der aktuellen ÖTZ in einer ganzen Fotoga­lerie sehen, wie der kürzlich im Wiener Donau Zentrum eröffnete erste Gap-Store Österreichs in Detail aussieht.

„Die Branche sieht zum Beispiel sehr gerne, wenn wo neue Geschäfte eröffnen. Unser Anspruch ist es, in jeder Hinsicht führend zu sein, dem Leser die Information möglichst bequem zu liefern, auch auf einem digitalen Trägermedium“, erklärt Claudia Jordan, Marketingleiterin der ÖTZ, während sie am iPad durch die jüngste Ausgabe blättert und die Verlinkungen von Anzeigen mit der Website des Kunden vorführt. „Wir sind jetzt auch im digitalen Bereich ein Vorreiter unter den Fachzeitschriften“, ist ÖTZ-Chefredakteurin Brigitte Pfeifer-Medlin überzeugt. Die Website wurde um neue Inhalte und Rubriken und blogartige Elemente angereichert. In der neuen Rubrik Society wird von ­Modeveranstaltungen wie Shoperöffnungen oder Side-Events bei Messen opulent und mit vielen Fotos berichtet. Ebenso von den jüngsten Salzburger Gesprächen, dem Branchenforum  der ÖTZ-Macher, das mit 250 Teilnehmern über die Bühne ging.


Der Mehrwert der App gegenüber dem Printprodukt zeigt sich durch Markierungs-, Kommentar- und Lesezeichen-Funktion. Eine Besonderheit stellt der integrierte Webbrowser dar, mit dem Webseiten, etwa jene von Inserenten, nicht extern, sondern innerhalb der App aufgerufen werden. Für Anzeigenkunden können Inserate durch Location-based Services je nach Aufent­haltsort des Users angepasst werden, Verlinkungen und interaktive Features sorgen für eine bessere Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit. „Medieninhalte, aber auch Inserate werden nicht nur lebendig, sondern schaffen neues Leseerlebnis beim Konsumenten“, so Craig Matthews, Manager von Publiss.

Relaunch bei Optik und Inhalt

Vom Nutzen für Leser und Kunden naturgemäß ebenso überzeugt waren auch die Macher der ÖTZ. Nach einem Relaunch der Website Anfang 2014 und einem optischen Refreshment sowie einem neuen Logo für das Printmagazin wurde vermehrt Augenmerk auf Online gelegt, optisch wie auch inhaltlich: Eine Redakteurin wurde engagiert, die ausschließlich die Website, die App und bald auch einen Newsletter betreut.  Die App gibt es bis Jahresende (vorerst im App Store von Apple) gratis, dann auf ­allen Plattformen und nur mehr für ÖTZ-Kunden und Abonnenten kostenlos. „Unser wichtigstes Forum ist nach wie vor das Heft“, sagt Manuel Friedl, stellvertretender Chefredakteur der ÖTZ, „die App ist ein zusätzliches Goodie. Generell gibt es bei digitalen Abo-Modellen wohl noch keine in Stein gemeißelte Strategie.“
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