Technologie: Diese IT-Trends werden 2023 eine...
 
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Diese IT-Trends werden 2023 eine Rolle spielen

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Von No Code bis Bagtracking: Diese Tech-Trends werden im Rahmen der digitalen Transformation im neuen Jahr für Unternehmen besonders relevant.

Einige CIOs fragen sich vor dem Hintergrund der digitalen Transformation, in welche Technologien sie investieren und wie sie ihre Sicherheit aufstellen sollen, wie sie eine digitale Kultur verankern und die Zukunft der Arbeit in ihrem Unternehmen gestalten können. "Für das kommende Jahr wird es einen Perspektivwechsel geben", erklärt Valentina Brebenaru, CIO des digitalen Versicherers nexible.

1. Low Code

Low Code (also "Wenig Code" bzw. "Wenig Programmieren") soll 2023 dabei eine relevante Rolle spielen. Der Begriff beschreibt die Vereinfachung der Konfigurierung eines Produkts und UX (User Experience), welche sonst aufwändig programmiert werden müssten. Die Mendix-Umfrage "State of Low-Code 2022" zeige einen Anstieg der Akzeptanz von Low-Code von 77 Prozent im Jahr 2021 auf 94 Prozent im Jahr 2022, einschließlich Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Einzelhandel, öffentlicher Sektor und industrielle Fertigung. Mehr als zwei Drittel würden die Entwicklung und Nutzung von Low-Code damit von einer Krisen- zur Kerntechnologie sehen. Denn während der Corona-Pandemie wäre jedes neunte Unternehmen in der Pandemie ohne Technologiewechsel, unter anderem auch Low-Code, der Studie zufolge gescheitert.

2. No Code

Die "radikalere" Variante von Low Code ist No Code. Sie ermögliche es Laien, ohne Programmierkenntnisse, eigene Anwendungen zu erstellen. Spezielle No-Code-Plattformen wie Visual Lansa und Zoho Creator verfügen dazu über eine grafische Benutzeroberfläche sowie ein einfaches Baukastenprinzip. "Aus diesem Grund werden Low-Code und No-Code-Plattformen weiterhin an Bedeutung gewinnen", ergänzt Brebenaru. Denn diese lassen sich von einzelnen Nutzer:innen einfach modifizieren und um individuelle Funktionen erweitern. So wird gewährleistet, dass schnell im gesamten Unternehmen skaliert werden kann und auch Nutzer:innen, die in Sachen IT weniger versiert sind, ohne großes Coding-Wissen schnell genau die Software-Unterstützung, die sie für ihren täglichen Job brauchen, erhalten.

3. Internet of Things (IoT)

Zum Internet der Dinge gehören Alltagsgegenstände im vernetzten Zuhause, GPS-Tracker für Haustiere oder Wertsachen sowie vernetzte Fahrzeuge oder medizinische Geräte. Auch zählen vernetzte Maschinen und Anlagen für die Fabrik der Zukunft dazu sowie Konzepte zur Smart City, dem Einsatz moderner Technologien für eine klimaschonende Stadt. "Der Fokus wird hier auf der Ermöglichung nützlicherer und komplexerer Maschine-zu-Maschine-Interaktionen liegen", erläutert die CIO des digitalen Versicherers.

Valentina Brebenaru, CIO nexible
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Valentina Brebenaru, CIO nexible
Heute seien wir daran gewöhnt, unsere Wohnungen mit smarten Geräten und unsere Arbeitsplätze mit intelligenten Werkzeugen auszustatten. Probleme treten immer dann auf, wenn Maschinen aufgrund unterschiedlicher Plattformen und Betriebssysteme nicht miteinander kommunizieren können. "Im Jahr 2023 werden wir die Entwicklung globaler Standards und Protokolle vorantreiben, mit denen Geräte untereinander kommunizieren können. Das bedeutet, dass sie effektiver arbeiten und uns bei einer breiteren Palette von Aufgaben unterstützen können."

4. Bagtracking

Ein deutlich zu beobachtender Trend ist es, dass sich immer mehr Reisende mit mini GPS-Trackern ausstatten. "Insbesondere nach dem Chaos an deutschen und britischen Flughäfen, wird die Anschaffung solcher Sicherheitsinstrumente drastisch an Bedeutung gewinnen", so Brebenaru. Mit den kleinen technischen Geräten, die ohne Bluetooth- oder WLAN-Verbindung funktionieren, können so Gepäckstücke in Echtzeit und mittels Kartendarstellung verfolgt werden. Man erhält Benachrichtigungen auf dem Smartphone, sobald beispielsweise der Rucksack den individuell definierten Sicherheitsbereich verlässt, schließt die Expertin ab. 
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