Tamedia will "Heute" wie "20 Minuten" positio...
 

Tamedia will "Heute" wie "20 Minuten" positionieren

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Tamedia will "Heute" vor allem online stärken.
Tamedia will "Heute" vor allem online stärken.

In drei bis vier Jahren soll der Transformationsprozess abgeschlossen sein. Bereits in wenigen Monaten soll die erfolgreiche "20 Minuten"-App adaptiert auf den österreichischen Markt gebracht werden.

Die Halbjahreszahlen, die der Schweizer Medienkonzern Tamedia am Donnerstag vorgelegt hat, waren alles andere als berauschend. Der Gewinn ist um ein Fünftel zurückgegangen, der Umsatz fiel um fünf Prozent (HORIZONT berichtete). Und da Tamedia seit einiger Zeit, mit dem Einstieg bei der Gratis-Zeitung "Heute", auch am österreichischen Medienmarkt mitmischt, werden die Zahlen des Schweizer Unternehmens auch hier interessiert zur Kenntnis genommen. 

Im Anschluss an die Präsentation der Halbjahres-Zahlen hat Tamedia noch mit Journalisten über das Ergebnis und die kommenden Monate gesprochen. Dabei ging es natürlich auch um das neue Österreich-Geschäft. So erklärte Tamedia-Boss Christoph Tonini etwa, dass "Heute" in drei bis vier Jahren ähnlich positioniert sein soll wie "20 Minuten". Die Zeitung ist das Flaggschiff des Medienkonzerns und der reichweitenstärkste Titel im ganzen Land. Das digitale Angebot von "20 Minuten" trage zudem deutlich zum Umsatz- und Ergebniswachstum von Tamedia bei, so Tonini weiter. 

Bereits bekannt war, dass die erfolgreiche "20 Minuten"-App auch nach Österreich kommen soll. Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer kündigte das bereits im Juli gegenüber HORIZONT an. Tonini wird nun konkreter: "In sechs Monaten soll die '20 Minuten'-App nach Österreich und nach Dänemark gebracht werden." Der Tamedia-Chef hofft außerdem auf "Netzwerkeffekte". Auch inhaltliche Kooperationen sind angedacht. Tonini sagt, er könne sich auch die 1:1-Übernahme von einzelnen Artikeln vorstellen, vor allem im People-Bereich.
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