Tamedia und "Heute" planen den Angriff auf or...
 

Tamedia und "Heute" planen den Angriff auf orf.at

Screenshot heute.at
Eva Dichand will die Reichweite von heute.at auf orf.at-Niveau pushen.
Eva Dichand will die Reichweite von heute.at auf orf.at-Niveau pushen.

Innerhalb der nächsten drei Jahre will heute.at den bisherigen Reichweiten-Krösus orf.at überholt haben. "Heute"-Zeitungen demnächst in ganz Österreich?

Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat nach dem Kauf der "Heute"-Anteile in der vergangenen Woche bereits durchblicken lassen, was man mit der Gratis-Tageszeitung vor hat. Vor allem der Online-Bereich soll gestärkt werden, hier kann Tamedia bereits auf einige Erfolge seiner Schweizer Tochter 20minuten.ch zurückblicken. Die News-Seite kam zuletzt auf mehr als eine Milliarde Page Impressions pro Monat (HORIZONT berichtete).

Verantwortlich dafür ist vor allem eine News-App, die erst im vergangenen Herbst lanciert wurde. Gegenüber dem "trend" hat "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand nun erstmals ein konkretes Ziel genannt, das man mit der Hilfe von Tamedia in Zukunft erreichen will: "In drei Jahren wollen wir in Sachen Reichweite orf.at überholt haben", sagt Dichand

Um das zu erreichen, soll die bereits angesprochene App auch nach Österreich gekommen. Geplant ist außerdem ein Inhalte-Austausch zwischen den Ländern. Aber auch die Print-Zeitung könnte wachsen. Wie der "trend" weiter berichtet, will "20 Minuten"-Geschäftsführer Marcel Kohler prüfen lassen, ob eine Verteilung der Zeitung in ganz Österreich Sinn machen könnte. Derzeit ist "Heute" nur in Wien, Burgenland, Niederösterreich und Oberösterreich erhältlich.

Tamedia hatte in der vergangenen Woche 25,5 Prozent am Print-Titel "Heute" sowie 51 Prozent an der Gesellschaft hinter heute.at erworben (HORIZONT berichtete). Nicht vom Deal betroffen ist die "Heute"-Beteiligung netdoktor.at. 
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