Swat.io: Social-Tool für Agenturen
 

Swat.io: Social-Tool für Agenturen

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Die Wiener Digital-Agentur "Die Socialisten" bietet anderen Agenturen einen Web-Dienst, mit dem Firmen-Auftritte auf Twitter, Facebook, Google+ und Blogs effizienter betreuen können sollen

Facebook-Seiten, Twitter-Accounts und YouTube-Kanäle sind auch für ­österreichische Marken zu wichtigen Kanälen in der Kundenbetreuung ­gewachsen. Betreut werden diese ­Online-Profile, auf die Tausende Anfragen pro Tag einprasseln können, aber nicht immer im Unternehmen selbst, sondern von beauftragten Agenturen.

Antworten statt bloß zuhören

Genau für diese bietet die Wiener Digitalagentur Die Socialisten, die von Michael Kamleitner und Andreas Klinger gegründet wurde und sich in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Anlaufstellen in Sachen Facebook-Marketing in Österreich ­gemausert hat, eine Online-Software namens Swat.io. Diese ermöglicht es, parallel Dutzende ­Accounts auf Twitter, Facebook und Googles Online-Netzwerk Google+ sowie WordPress-Blogs von zentraler Stelle aus zu betreuen.

Zwar gibt es ­bereits viele solcher Services am Markt, doch mit Swat.io will man eine besondere Nische bedienen. „Es ist ein Tool, um Social Media professionell zu verwalten, und es ist speziell auf den Einsatz in Agenturen zu­geschnitten“, sagt Swat.io-Manager ­Andreas Klinger zum HORIZONT. „Es gibt Tools, die ähnliche Sachen ­können wie das unsere, aber unsere ­Software funktioniert speziell gut für größere Teams oder Agenturen, die 40 Kunden oder mehr haben.“

Koordination mit Kunden

Mit web2watch vom Marktforschungsinstitut OGM oder Talkwalker vom ­Medienbeobachter Observer sind bereits Monitoring-Tools für Social Media am österreichischen Markt erhältlich – allerdings liegen deren Stärken eher im Analysieren der Daten. Die Swat.io-Software, die Agenturmitarbeiter online via Internet-Browser bedienen, bietet hingegen zwei Kernfunktionen. Zum einen kann man mit ihr planen, welcher Content (Statusmeldungen, Tweets, Fotos, Blog-Einträge et cetera) wann auf welchem Kanal (Facebook, Twitter, Google+, WordPress, bald auch YouTube) veröffentlicht werden soll – in einem Kalender ist das auch für viele Kunden-Accounts parallel übersichtlich planbar.

Zum anderen ist Swat.io stark aufs Kommunizieren getrimmt: So lässt sich mit dem Online-Tool das Feedback der Nutzer (meistens ein ­Facebook-Kommentar) automatisch einholen und auch gleich beantworten. „Als Agentur bist du ganz vorne an der Front der Kundenbetreuung“, sagt ­Klinger. Weil man als Agentur vieles, aber eben nicht alle Kundenfragen (Stichwort „Shitstorm“) beantworten könne, müsse man die Kommunikation mit dem Kunden sehr koordiniert und trotzdem schnell abwickeln können. „Der klassische Prozess zwischen Agentur und Kunden ist, sich E-Mails zu schreiben. Aber da geht viel Zeit ­verloren“, sagt Klinger. Mit Swat.io könne man das effizienter gestalten, weil ein Ticketing-System übersichtlich darstellt, welches Kunden-Feedback bereits bearbeitet wurde und wo es noch eine Freigabe oder zusätzliche ­Information braucht.

Wachsender Geschäftsbereich


Laut Klinger ist Swat.io in Österreich derzeit bei „ein paar der größten Medienunternehmen sowie den meisten der erfolgreichen Social-Media-Agenturen“ im Einsatz. Für Die Socialisten entwickelt sich Swat.io dadurch zu einem eigenständigen Geschäftsbereich, der immer mehr abwirft. Denn Agenturen zahlen für das Tool pro damit betreuten Kunden 250 Euro im Monat.

Interessant für Firmen, die ihre ­Social-Media-Kommunikation selbst machen wollen, sind übrigens Buffer App (www.bufferapp.com) und HootSuite (www.hootsuite.com). Diese teilweise kostenlosen Dienste erlauben die zentrale Verwaltung mehrerer ­Social Networks (Facebook, Twitter, LinkedIn, Tumblr, Instagram und viele mehr), das Planen und Vordatieren von Beiträgen sowie die Analyse der Zugriffszahlen der eigenen Beiträge.jak
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