Studie sieht Social-Media-Werbung weiter wach...
 

Studie sieht Social-Media-Werbung weiter wachsen

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Die Analysten glauben, dass der Datenskandal um Facebook nichts an den Präferenzen der Werber ändern wird.
Die Analysten glauben, dass der Datenskandal um Facebook nichts an den Präferenzen der Werber ändern wird.

Eine neue Studie der Plattorm eMarketer sieht Werbeausgaben für Social Media - Datenskandal hin oder her - weiter wachsen und TV im Jahr 2020 überflügeln.

Social Media bleiben laut eMarketer bis auf Weiteres das Wachstumsfeld in der Gattung der digitalen Werbung: Bis 2020 wird dieser Sektor fast ein Drittel aller digitalen Werbeformen ausmachen, heißt es in einer neuen Untersuchung des Datenportals. Trotz sinkender Beliebtheit bei der Jugend wird Facebook das Geschäft laut der Einschätzung weiterhin dominieren: 21,3 Prozent aller digitalen Werbeausgaben fließen demnach heuer zu Facebook. Bis 2020 soll sich dieser Prozentsatz auf 24,6 Prozent steigern, wofür vor allem die guten Targeting-Möglichkeiten und digitales Bewegtbild als Werbemittel ins Treffen geführt werden.

Vergleichsweise gering nehmen sich die Werbeausgaben aus, mit denen Instagram, Snapchat und Twitter rechnen können. Allerdings sieht eMarketer zumindest die ersten beiden wachsen: Instagram soll heuer noch 4,9 Prozent des gesamten Digitalmarktes lukrieren und bis 2020 acht Prozent erreichen. Snapchat, zum Ende dieses Jahres auf 0,8 Prozent eingeschätzt, wird bis 2020 ein Marktanteil von zwei Prozent zugetraut. Einzig für Twitter stehen die Zeichen ungünstig: Der Kurznachrichtenplattform werden sinkende Einnahmen prophezeit: auf heuer nur noch 1,2 Prozent. Insgesamt sollen die Ausgaben für Social-Media-Werbung Ende 2020 bei 20 Prozent liegen und TV mit geschätzt dann 17,8 Prozent überrundet haben.

Die Erhebung wurde zwar vor dem Facebook-Datenskandal durchgeführt, der britische eMarketer-Analyst Bill Fisher hält diesen aber nicht für nachhaltig, wie er gegenüber der britischen Website Campaign sagte. Es gebe immer viel "Getue" bei solchen Vorfällen, das sei aber auch letztes Jahr bei ähnlichen Themen bei Google und YouTube letztlich folgenlos geblieben. "Facebook ist eine große Plattform und solange Werber ihre Kunden damit erreichen können, werden sie es weiter tun", so Fisher. Von Marken sei es zudem "ein bisschen unredlich, sich jetzt auf Facebook zu werfen, wenn sie sich seit Jahren beschweren, dass es ein 'walled garden' ist und sie selbst mehr Daten davon haben wollen".

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