Studie: Remote Work als neuer Arbeitsalltag
 
Studie

Remote Work als neuer Arbeitsalltag

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Laut des neuen Hernstein Management Reports erwarten mehr als die Hälfte der österreichischen und deutschen Führungskräfte, dass Home-Office zukünftig teil der Organisationsstruktur bleibt. Das werde auch Auswirkungen auf die Stimmung im Team haben.

Etwa zwei von fünf Arbeitstagen würden in Zukunft ins Home-Office verlegt werden, so die Einschätzung von 39 Prozent der Führungskräfte aus Österreich und Deutschland, die das Hernstein Institut für Management und Leadership für den neuen Hernstein Management Report befragt hat. Derzeit werden rund 52 Prozent der Arbeitszeit remote geleistet, vor der Coronakrise waren es nur etwa 15 Prozent. „Remote Work ist für viele Führungskräfte Teil des Arbeitsalltags und gekommen, um zu bleiben. Diese Situation stellt sie vor neue Herausforderungen", sagt Michaela Kreitmayer, Leiterin Hernstein Institut für Management und Leadership. "Denn es gilt nun, die hybride Zusammenarbeit innerhalb des auf Büro und Home-Office aufgeteilten Teams, so gut wie möglich zu gestalten. Durch das neue Setting verändert sich die Teamdynamik und das wirkt sich auch auf die Führung aus. Mit der passenden Haltung und den entsprechenden Tools können Führungskräfte diese Transformation aufgreifen und nutzen.“

Mehr als die Häfte der befragten Führungskräfte gaben dabei an, dass ihre Wohnsituation voll und ganz für Remote Work geeignet ist. Ein Viertel musste allerdings Adaptionen und Investitionen vornehmen, um die Arbeit von Zuhause aus einwandfrei möglich zu machen. Fast drei Viertel der Studienteilnehmer waren der Meinung, dass im Home-Office "berufliche und private Welt" ineinanderfließen, was im privaten Umfeld zu Konflikten führen könnte. Die Auswirkungen von Remote Work auf das Team schätzten die Führungskräfte allerdings positiv ein. Eine Mehrheit stimmte der Aussage „Die Meisten sind im Homeoffice lockerer und der Umgang ist entspannter“ zu. Dementsprechend wurde auch der Aussage „Die Stimmung im Team und das Team-Gefüge haben (im Homeoffice) gelitten“ mehrheitlich widersprochen. Besonders positiv fiel die Einschätzung von Home-Office im IT- und Telekom-Sektor aus, 
überdurchschnittlich skeptisch hingegen waren Befragte im Sozial- und Gesundheitssektor.




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