Studie: Generation der Millennials sieht unsi...
 
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Generation der Millennials sieht unsichere finanzielle Zukunft

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Finanzielle Unsicherheit ist eine relevante Sorge der jungen Generation. Zu dieser Erkenntnis kommt eine repräsentative, österreichweite Studie mit über 2.000 Teilnehmern. 

Ziel dieser umfangreichen Studie, die von Klarna, einem globalen Zahlungs- und Shopping-Anbieter, in Auftrag gegeben wurde: die Einstellungen zum, als auch den Umgang mit dem Thema Finanzen innerhalb der österreichischen Bevölkerung detailliert zu beleuchten.
Im Fokus stand dabei insbesondere die Generation der Millennials (18-38 Jahre). Neben der Sorge vor einer unsicheren finanziellen Zukunft zeigt die Studie darüber hinaus, dass auch die Bedeutung von klassischen Banken für die jüngere Generation weiter abnimmt. Vor allem die Familie und Freunde werden in Sachen Finanzen bevorzugt zu Rate gezogen. Gleichzeitig fühlen sich Millennials weniger versiert im Umgang mit Finanzen, als ältere Generationen.
„Die Generation der Millennials gibt uns einen Einblick, was in Zukunft von Finanzprodukten und Finanzdienstleistern erwartet wird. Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie groß der Bedarf nach einer völlig neuen Rolle von Finanzdienstleistern ist“, sagt Robert Bueninck, General Manager DACH von Klarna zu all diesen Entwicklungen. „Die Sorge um die finanzielle Sicherheit und der gleichzeitige Vertrauensverlust von Finanzunternehmen zeigt, dass hier eine Lücke entstanden ist. Für unsere Industrie ist es entscheidend, die Bedürfnisse unserer Zielgruppen in den Mittelpunkt unseres Tuns zu stellen – durch unsere Produkte und durch unsere Kommunikation. Wir haben es mit einer jungen Generation zu tun, die Transparenz in vielen Bereichen fordert, wo frühere Generationen eher die Türen verschlossen haben.”

Sorge vor finanziell unsicherer Zukunft

Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie ausgeprägt die Sorge vor finanzieller Unsicherheit in der Zukunft bei Millennials in Österreich ist. 64% der Altersgruppe geben an, regelmäßig Geld für die Zukunft zur Seite zu legen. Lediglich 44% der Millennials hierzulande sind der Meinung, sich zukünftig große Anschaffungen, wie beispielsweise ein Eigenheim, leisten zu können. Nur 40% sind zuversichtlich, im Alter genügend Rücklagen zur Verfügung zu haben. Diese Skepsis schlägt sich auch in der Wahrnehmung im Vergleich zu anderen Generationen wieder. So glaubt mit 56% mehr als die Hälfte der Millennials, dass der Aufbau von Kapital für die eigene Zukunft für sie schwieriger ist, als für frühere Generationen.
In der Altersgruppe der Millennials fühlen sich 47% der Befragten versiert im Umgang mit ihren Finanzen. Bei der Altersgruppe der 45-54 Jährigen ist diese Überzeugung mit 55% am höchsten.

Familie und Partner schlagen Finanzinstitute

Innerhalb der Studie wurden darüber hinaus die Rollen von Finanzinstituten und -dienstleistern abgefragt. Dabei zeigt sich die Tendenz, dass die Bedeutung etablierter Institutionen bei jüngeren Generationen geringer ist. 5% der Millennials geben an, dass klassische Banken die glaubwürdigste Quelle für die Beratung hinsichtlich ihrer Finanzen darstellt. Bei der Altersgruppe der 39-44 Jährigen sind es zum Vergleich mit 10% doppelt so viele, bei 55+ Jahren sogar noch an die 14%.
Über alle Altersgruppen hinweg sind die Familie (32%) und nachfolgend der Partner (24%) die vertrauenswürdigsten Quellen bei Ratschlägen zu Finanzfragen. Mehr als die Hälfte aller Befragten geben diese Quellen an. Weit abgeschlagen folgen dabei beispielsweise Freunde mit 5%.
Millennials sind darüber hinaus eher dazu bereit, offen und direkt über Finanzthemen zu sprechen, als ältere Generationen. 64% der Befragten sprechen beispielsweise offen über ihre Gehälter im Freundes- und Familienkreis, während es unter den 39-44 Jährigen lediglich 44% sind. Ebenfalls ein spannender Aspekt: 65%, also beinahe zwei Drittel der Österreicher sprechen mit ihren Partnern offen über ihr Gehalt.

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