Sternstunde am iPad
 

Sternstunde am iPad

#
Ein Mann, eine Frau und ein Mercedes - die aufwändige Produktion des iPad-Auftritts fällt sofort auf.
Ein Mann, eine Frau und ein Mercedes - die aufwändige Produktion des iPad-Auftritts fällt sofort auf.

iPad-Ausgabe des "Weekend-Magazins" mit interaktiven Werbeaction-Movie "drive&seek".

Am iPad kann man Geschichten völlig anders erzählen als in Print. Denn in Print rezipiert der Leser mit Augen und Gehirn – am iPad kommt der Finger dazu. Der Rezipient kann gleichsam eine Geschichte selbst erforschen. Das ist in drei Sätzen die Kernaussage eines Interviews, das der Bestseller im Mai dieses Jahres mit Mario García geführt hat. Wem der Name nichts sagt: García ist mit seinem Unternehmen García Media einer der Zeitungsdesigner weltweit und hat auch in Österreich seine Spuren hinterlassen.

Eine Geschichte, in der der Betrachter selbst seine Finger im Spiel hat, ist am 9. Dezember in der iPad-Ausgabe des "Weekend Magazins" zu erleben. Ihr Name: „Drive&Seek“ (Agentur Jung von Matt/Alster). Ihre Mission: das neue Mercedes-C-Klasse-Coupé spannend in Szene zu setzen. Der Plot: Drei Schönheiten in weißen Catsuits überfallen eine Bank, nehmen allerdings nur einen ominösen roten Koffer aus einem Schließfach mit. Ein adretter Herr meldet sich freiwillig als Geisel – selbiger stellt sich aber schon bald als Komplize der hübschen Räuberinnen heraus. Das Quartett flüchtet – in insgesamt drei völlig identen Mercedes-Coupés. Durchbricht Polizeisperren, narrt die Gesetzeshüter und übergibt schließlich das Beutestück zwei älteren Herren, die per ­Learjet angereist sind. Mercedes für Kriminelle? Mercedes bewirbt ein Juwel seiner Flotte als ideales Fahrzeug zum Bankraub? Mitnichten. Denn am Schluss stellt sich heraus, dass der Koffer ein Gemälde von Leonardo da Vinci enthält, das nun endlich der staatlichen Kunstsammlung in Paris zurückgegeben werden kann. Es hatte sich zuvor an einem geheimen Ort (der Bank) im Besitz der Mafia befunden. Klar – die Message kam an: Die Guten fahren Mercedes.
Nun dauert der Film neun Minuten und 29 Sekunden. Und dennoch beschäftigt man sich länger mit dem James-Bond-Verschnitt. Denn immer wieder wird der User dazu aufgefordert, Aktionen zu setzen oder sein Hirschmalz anzustrengen. Und die Entwicklung der weiteren Handlung hängt davon ab, ob es dem User gelingt, diese Aufgaben zu erfüllen. Eine besteht etwa darin, das iPad so zu drehen und zu schwenken, dass der Mercedes eine Polizeisperre durchbricht. Bei einer anderen muss der User jenen Mercedes auswählen, in dem er den Koffer vermutet. Die Schwierigkeit dabei: Die drei völlig identen Coupés wechseln auf einer leeren dreispurigen Autobahn andauernd die Spur – Hütchenspiel mit ­Luxusautos sozusagen.
„Angefangen hat alles mit der Idee, ein Hütchenspiel mit drei Autos zu machen“, sagt der ­Regisseur des Werbefilms, Alex Feil. Im Fall von „Drive&Seek“ beschäftigt sich der User eine ganze Weile mit der Marke Mercedes. Und letztendlich geht es ja um Aufmerksamkeit – denn sie ist die Währung unseres heutigen Informationszeitalters.

 Premiere in Österreich
Christian Lengauer, Geschäftsführer des "Weekend Magazins": „Wir sind nicht nur stolz darauf, Mercedes für die Präsentation dieser richtungsweisenden Werbemöglichkeit gewonnen zu haben, sondern freuen uns auch, diese besondere Werbeform erstmalig in Österreich unseren Lesern präsentieren zu können.“ Und Michael Oblasser, Marketingleiter von Mercedes-Benz Österreich, lobt: „Die Weekend-App hat das richtige Maß an Innovation und Kreativität, um unseren aufsehenerregenden interaktiven Film adäquat präsentieren zu können.“ Für alle, die noch keinen Tablet-PC haben, ist das Making-of auf www.mercedes-benz.tv zu erleben – der Film selbst auf YouTube.

stats