"Spiegel Online" soll sich verändern
 

"Spiegel Online" soll sich verändern

Spiegel Online
"Spiegel Online" gehört zu den größten deutschsprachigen Nachrichtenportalen im Internet.
"Spiegel Online" gehört zu den größten deutschsprachigen Nachrichtenportalen im Internet.

Chefredakteur Florian Harms will Layout und Usability verbessern.

Einer der größten deutschen Onlinenachrichtenseiten stehen große Veränderungen ins Haus. Wie Florian Harms, Chefredakteur von Spiegel Online, in einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" erklärt hat, ist er mit dem Layout und der Usability der Seite unzufrieden. „Da wäre ich gern schon viel weiter“, sagt Harms.

Neue Ideen seien bereits ausgearbeitet, es hapere derzeit aber noch an der Umsetzung. Diese sei auf einer so trafficstarken Seite „wirklich knifflig“, man benötige viel IT-Kapazität. Fasziniert zeigt sich Harms derweil von der Innovationsgeschwindigkeit amerikanischer Start-up-Medien wie BuzzFeed oder vox.com. „Sie diversifizieren ihre Inhalte und ziehen ihre Vermarktung dann plattformübergreifend auf. Das tun sie in einer Entschiedenheit und in einem Tempo, das wirklich atemberaubend ist.“


Bezahlangebot kommt


Noch in diesem Jahr will Spiegel Online eine Bezahlschranke vor gewisse Inhalte stellen. Das ist bereits seit einiger Zeit bekannt. „An dem Bezahlmodell arbeiten wir gerade intensiv, deshalb möchte ich dazu im Moment nichts Genaueres verraten“, sagt Harms. Ebenfalls neu starten soll demnächst das tägliche Angebot „Spiegel Daily“, das als App konzipiert ist. Über das Jugendportal bento.de verliert Harms ausschließlich lobende Worte. Die teils recht harsche Kritik aus der Branche könne er nicht nachvollziehen, so der Chefredakteur. „Wir hatten gar nicht den Anspruch, dass Bento zum Launch schon fertig sein sollte. Wir haben es von Anfang an als iteratives Projekt geplant, das wir schrittweise weiterentwickeln.“
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