Shpock: Wiener App mit 500.000 Downloads
 

Shpock: Wiener App mit 500.000 Downloads

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Laut Marktforscher AIM Group ist das Wiener Start-up nach eBay der größte Kleinanzeigenmarkt Deutschlands

Eigentlich ist es nur ein Nebenprodukt der Produktempfehlungsseite Finderly, entpuppt sich aber immer mehr als echter Hit: Die in Wien entwickelte Smartphone-App Shpock (kurz für "Shop in your pocket") hält mittlerweile bei 500.000 Downloads, wie Gründer Armin Strbac HORIZONT wissen ließ. Die App ermöglicht es den Nutzern auf einfache Weise, gebrauchte Gegenstände zu verkaufen - eine Art Flohmarkt für die Hosentasche. Mit der App muss man im Prinzip nur das Produkt fotografieren und mit einem kurzen Text und Preis online stellen, und schon können es andere Nutzer via Location oder Produktkategorien finden. Die App lebt vor allem von ihrer gelungenen Optik, die ein wenig an Instagram oder Pinterest erinnert, und von den vielen Nutzerfotos.

"Das rasante Wachstum verdankt Shpock der Einfachheit, dem bildbasierten Design und dem hohen Qualitätsanspruch des Teams", so Strbac. "Ein intensiver Kontakt mit den Nutzern führt zu kurzen Update-Zyklen, und die User danken es dem engagierten Team mit Top Bewertungen (4+ Sterne Ratings) in den jeweiligen App Stores."

Bedrohung für Markt.de und Co.


Wie aus einer Marktanalyse von AIM Group hervorgeht, die HORIZONT vorliegt, wird darin Shpock als zweitgrößtes Kleinanzeigenangebot nach dem mobilen Angebot von eBay in Deutschland bezeichnet. Außerdem werden ähnliche Angebote wie Stuffle, Meezo und 1-Klick als Bedrohung für etablierte Kleinanzeigen-Plattformen wie Quoka.de, Markt.de, Kalaydo.de beschrieben. Im Smartphone-Bereich sei Shpock bereits weit an den drei Angeboten vorbeigezogen, die allesamt nicht an 200.000 Downloads heranreichen. Auch der österreichischen Nummer Eins im Online-Kleinanzeigenmarkt, willhaben.at, wird das zu denken aufgeben. Einzig eBay braucht sich nicht fürchten, liegt es mit 4 Mio. App-Downloads noch weit vor Shpock und Stuffle.

Geschäftsmodell fraglich

Interessant wird sein, ob Shpock seinen Vorsprung bei Downloads auch in Geld verwandeln kann. Denn derzeit sind die Kleinanzeigen, die Nutzer veröffentlichen können, gratis. Außerdem verdient Shpock auch nicht an der Transaktionssumme mit, wenn ein Produkt den Besitzer wechselt. Dem AIM-Group-Bericht zufolge befinden sich sowohl Shpock als auch der Hauptkonkurrent Stuffle aus Hamburg noch in der Expansionsphase, in der es gilt, mehr neue Nutzer zu bekommen.

Neuerungen am laufenden Band

Um die Nase weiter vorn zu haben, liefert Shpock regelmäßig Updates für seine Apps. In der neuesten iPhone-Version ist es für Nutzer möglich sich auch per E-Mail für den Dienst zu registrieren (zuvor gab es nur den Login per Facebook), außerdem wurde das Durchstöbern der Kategorien erleichtert, und die Suchfunktion beschleunigt. Das sollte neue Nutzer ansprechen und den bestehenden die Nutzung vereinfachen.
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