Rudi Klausnitzer: "Big Data sind wichtig wie ...
 

Rudi Klausnitzer: "Big Data sind wichtig wie die Erfindung des PCs"

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Medienexperte blickte bei Präsentation seines Buches "Das Ende des Zufalls" in die Zukunft der Big Data

"Mir war selbst nicht bewusst, welche Datenmenge wir im Laufe eines Lebens mit dem Smartphone, durch Überwachungskameras oder die Straßenmaut produzieren. Derzeit wird sogar das Auto zum Datencenter", erzählte  der Medienexperte Rudi Klausnitzer bei der Präsentation seines Erstlingswerks am Dienstagabend bei Morawa in der Wollzeile. In seinem im Ecowin-Verlag erscheinenden Buch mit dem Titel "Das Ende des Zufalls - Wie Big Data uns und unser Leben vorhersehbar machen" geht Klausnitzer folgenden Fragen auf den Grund: Werden Versicherungsgesellschaften wissen, ob wir nächstes Jahr ins Spital müssen? Kann ein Supermarkt aus dem Kaufverhalten hochrechnen, ob eine Frau schwanger ist, oder wird die Polizei wissen, zu welchem Zeitpunkt die nächsten Einbrüche stattfinden werden?

"Algorithmen sind in der Diagnostik treffsicherer als das Bauchgefühl einzelner Mediziner. Das Expertentum wird infrage gestellt werden", so der Autor. Für ihn sind Big Data so wichtig wie die Erfindung des PCs, die bekanntlich die Gesellschaft revolutionierte. Für den richtigen Umgang mit der vernetzten Datenmasse werde es allerdings eine Art "Genfer Konvention für Daten" brauchen. Als negativen Aspekt berichtet Klausnitzer von einem "derzeitigen Wettrüsten der Supermächte für eine Cyber War". Viel wichtiger seien jedoch die Chancen, die sich in der Entwicklung neuer Produkte und der Erschließung neuer Märkte ergeben. "Schließlich haben die Menschen schon immer Daten produziert. Früher konnte man sie nur nicht kombinieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen", brachte es Klausnitzer auf den Punkt.

Über den Autor

Rudi Klausnitzer, 1948 geboren, leitete nach seinem Studium der Publizistik und Kommunikationstheorie zehn Jahre lang den Radiosender Ö3, wo er die Morgensendung "Ö3 Wecker" kreierte und moderierte. 1987 übernahm er die Geschäftsführung und Programmdirektion von SAT1 und wurde kurze Zeit später mit dem Aufbau des deutschen Pay-TV-Senders "Premiere" betraut. Sein weiterer Weg führte ihn an die Spitze der Vereinigten Bühnen Wien sowie in die Geschäftsführung des News-Verlags. Im Rahmen seiner Beratungstätigkeit für große Konzerne und gemeinsam mit der Design- und digitalen Kommunikationsagentur DMC, die er vor mehr als 15 Jahren gegründet hat, widmete er sich in den letzten Jahren ganz besonders dem Bereich Internet und der Entwicklung von Social Media.
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