Resolution: EU-Parlament fordert verstärkten ...
 
Resolution

EU-Parlament fordert verstärkten Einsatz gegen Cyber-Bedrohungen

Jelle van der Wolf / stock.adobe.com

Hybride Bedrohungen und Cyberangriffe auf Infrastruktur nehmen zu.

Angesichts der jüngsten Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen in der EU fordern die Abgeordneten des europäischen Parlaments strengere EU-Cybersicherheitsstandards. In einer am Donnerstag in Straßburg angenommenen Entschließung fordern die Europaabgeordneten, dass vernetzte Produkte und zugehörige Dienste, einschließlich der Lieferketten, durch ihr Design sicher und widerstandsfähig gegenüber Cybervorfälle gemacht werden. Werden Schwachstellen entdeckt, müssen diese rasch beseitigt werden.


Hybride Bedrohungen - etwa Desinformationskampagenen oder Cyberattacken auf Infrakstruktur - von feindlichen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren würden zunehmen und immer ausgefeilt werden. Die Coronakrise habe die Anfälligkeit einiger kritischer Sektoren für Cyberattacken aufgezeigt, insbesondere des Gesundheitswesens, so die Parlamentarier, die auf eine Reihe solcher Angriffe in Irland, Finnland und Frankreich verweisen.

Dies könne die Gesundheitssysteme und die Patientenversorgung sowie andere sensible öffentliche und private Einrichtungen erheblich schädigen. Gleichzeitig habe die Pandemie zu einem Zuwachs bei Telearbeit und damit die Abhängigkeit von digitalen Technologien und Konnektivität erhöht.

Die Resolution wurde mit 670 Stimmen gegen 4 Stimmen bei 12 Enthaltungen angenommen.

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