Reichweite im Paket zum Sonderpreis
 

Reichweite im Paket zum Sonderpreis

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Thomas Obkircher launcht mit print-exchange eine Plattform für Print-Anzeigen als Restplatz-Börse-Anbotssystem á la Online.

Bericht in der Printausgabe HORIZONT 51-2013 am 20. Dezember 2013.

"www.print-exchange.com - die Online-Printbörse" nennt sich ein ambitioniertes Print-Vermarktungsprojekt, das Anzeigenprofi Thomas Obkircher nach rund halbjähriger Entwicklung im Sommer als Portal zur "Restplatzverwertung" - Obkircher spricht lieber von Inventar - von Printanzeigenflächen freigeschaltet hat: Kein Printplan, meint Obkircher im Gespräch mit HORIZONT, "ist in Stein gemeisselt" - oftmals gebe es aus aktuellen oder taktischen Überlegungen Gründe, eine Kampagne oder ein Sujet mit einem "Push" zu unterstützen.

Das kann teuer sein, wenn es um Reichweitenmaximierung geht und auch mitunter logistisch komplex. Mit der Plattform "Print-Exchange" will Obkircher ein Angebot machen "die Performance von Printkampagnen zu steigern und zu unterstützen". Obkircher - profiliert nach Jahren als Anzeigenleiter bei tv-media und zuletzt dem Online-Performance-Vermarkter Ligatus respektive "Premium-net" - ist lang genug im Medien-Verkaufsmetier und hat beide Seiten, die Vermarktung von Printmedien aber auch die performance-getriebene Anbote in der Online Welt, kennengelernt, um zu wissen, wie ein solches Angebot aussehen kann: Entsprechend und mit Know-how von interessierten Verlagen hat Obkircher seit Jahresbeginn an seinem Portal gearbeitet, seit Spätsommer ist www.print-exchange.com freigeschaltet.

Seite 02 - so geht´s - und eine Anmerkung samt Headline.

Paket auswählen - bieten Der Ablauf ist relativ einfach: Jeweils werden am Montag "Reichweitenpakete" von Printmedien registrierten Auftraggebern und Agenturen samt Preisanbot und Reichweitenauslobung angeboten (derzeit setzen sich die Angebote aus dem von drei Tages- sowie Wochenzeitungen angebotenen Inventar mit bis zu 70 Prozent Rabatt auf die kumulierten Listenpreise zusammen). Registrierte Nutzer können den "Floor-Preis", den Obkircher in Abstimmung mit seinen Medienpartnern auslobt, akzeptieren und gleich einkaufen oder ein Angebot stellen - am Dienstag/Mittwoch der laufenden Woche erhält bei mehr Nachfrage der Bestbieter den Zuschlag (die Paket-Angebote sind in Zuschnitt und Pricing begrenzt - daher bei mehrfacher Nachfrage die Möglichkeit, den gesetzten Preis zu überbieten). Geschaltet wird in den Ausgaben der Tages- und Wochenpublikationen der dann für den Käufer transparenten Titel (allerdings mit Schiebe- und Platzierungsrecht seitens der Publisher).

Als Medienpartner an Bord hat Obkircher bereits die Gratiszeitung "Heute", die "OÖN" und "SN" sowie die Kauf-Wochenzeitungen "NÖN" und "bvz" und die Gratis-Wochentitel aus dem RMA Regionalmedien-Austria-Verbund.

Promotor Obkircher sieht das Angebot an Printwerber als doppelten Vorteil für beide Seiten: Einmal für Publisher, die Anzeigenplätze, die unter "normalen" Verkaufsbedingungen kurzfristig nicht mehr absetzbar sind, doch noch - wenngleich zu deutlich unter den üblichen Konditionen erfolgten Bedingungen - monetarisieren können; und für Anzeigenkunden und Mediaagenturen, die mit Rest-Budgets noch zusätzliche Reichweiten zur Kampagne generieren wollen (allerdings setzt Obkircher mit seinen Medienpartnern Einschränkungen - die Publisher können Bestandskunden ausnehmen oder bei der Preisbildung "updaten" - denn print-exchange soll Kampagnen steigern, nicht bestehende Vereinbarungen kannibalisieren, unterstreicht Obkircher).

En detail ist der Ablauf mit einem 4-Minuten-Video auf der Homepage print-exchange.com - Link hier - sehr anschaulich erläutert.

Anmerkung: In der Online-Welt ist das Verfahren Gang und Gäbe, Medienhäuser-übergreifende Inventar- respektive Restplatz-Vermarktung über Pakete eines Dritten sind in Österreich jedoch noch Neuland - vor allem für Print.
Das bekommt auch Obkircher zu spüren - das Interesse an seinem Angebot sei zwar eindeutig gegeben, aber sowohl Publisher als auch Mediaagenturen seien etwas zögerlich.
Das hat wohl auch mit den Usancen des Printmarktes - und einem seiner Assets als Werbeträger! -  zu tun: Titelauswahl, Erscheinungstermin und Platzierungen im gewünschten Titel sind das A&O (wir übersetzen gern: Alpha und Omega, Anfang und Ende - Anm.hs) bei der Printplanung - was Obkircher mit seinen Paket-Angeboten, betont der Impresario, auch gar nicht in Frage stellen will:

"Es geht um den taktischen und strategischen Mehrwert", betont Obkircher, der für sein print-exchange.com derzeit auch in Frankreich und Deutschland Partner sucht. Steigern Sie, formuliert Obkircher eine (mögliche - siehe Intro - Anm. hs) Headline als Schlußsatz, "die Lautstärke ihrer Anzeigenkampagne!".
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