Regional und digital: Kaufhaus Österreich ges...
 
Regional und digital

Kaufhaus Österreich gestartet

WKÖ
Bundesministerin Margarete Schramböck sowie WKÖ-Präsident Harald Mahrer mit der unterzeichneten E-Commerce-Charta
Bundesministerin Margarete Schramböck sowie WKÖ-Präsident Harald Mahrer mit der unterzeichneten E-Commerce-Charta

Wie im Frühjahr angekündigt startet nun die neue E-Commerce-Plattform "Kaufhaus Österreich". Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck präsentierte dazu am Montag gemeinsam mit WKÖ-Präsident Harald Mahrer die Details.

Die neue Plattform, die unter kaufhaus-oesterreich.at zu finden ist, ist eine übergeordnete Metaplattform. Sie soll anderen Plattformen aber vor allem kleinen, österreichischen Händlern künftig eine kostenlose Bühne bieten, wie Schramböck erklärte. Bereits vor dem Start haben sich 1000 Einzelunternehmen und neun andere heimische Plattformen auf Kaufhaus Österreich registrieren lassen, so Mahrer.

Auch andere Plattformen wie shöpping.at oder Austrian Limited wurden in das Kaufhaus integriert, deren Einzelshops nun auch auf der neuen Metapattform zu finden sind. Ziel ist die Unterstützung regionaler Unternehmen und regionaler Produkte. "Ich kauf regional, das geht auch digital", lautet der Slogan der neuen Shoppingplattform. Seitens WKÖ gibt es für Händler, die sich listen lassen möchten, auch eine Anleitung.

Zusätzlich wird es auch eine Werbekampagne geben, betonte Schramböck. "Damit soll die Aufmerksamkeit der Konsumentinnen und Konsumenten auf das Kaufhaus Österreich gelenkt werden und natürlich möglichst viel Traffic erzeugt werden. Schließlich geht es auch darum, bei der Eingabe in Google die Plattform Kaufhaus Österreich an erster Stelle zu finden."

Keine Amazon-Kopie

Die Plattform bietet für Konsumenten eine Geo-Suchfunktion. Sofern vom Nutzer ein Ort und entsprechender Suchradius gegeben wird, werden regionale Unternehmen mit Webshops angezeigt. Ziel sei es laut Schramböck, dass Konsumenten auf regionale Betriebe zurückgreifen. Zudem kann die Listung der einzelnen Shops nach derzeit drei Produkt-Kategorien gefiltert werden. Zu diesen zählen "Bücher, Papier und Spielwaren", "Sport- und Freizeitartikel" sowie "Elektronik, Foto und Musik". Über ein "Schaufenster" sind zudem einzelne Shops mit Bildern gefeatured. Bis Weihnachten soll jedes Unternehmen zumindest einmal im "Schaufenster" visuell gelistet werden, so Schramböck.

Eine Suchfunktion wie bei Amazon gibt es nicht. Im Rahmen der Präsentation betonte Mahrer, dass das Kaufhaus Österreich keine "Kopie von Amazon" sei. In der kurzen Entwicklungszeit von rund drei Monaten sei zudem die Programmierung eines entsprechenden Algorithmus auch nicht möglich gewesen. Für die Programmierung der Plattform war das Bundesrechenzentrum zuständig, den weiteren Betrieb verantwortet hingegen die Wirtschaftskammer Österreich.

Das Kaufhaus Österreich fungiert lediglich als Metplattform. Dementsprechend werden keine Payment-Dienstleistungen über die Plattform angeboten. Zudem ist für Abwicklung der Logistik das jeweilige Unternehmen zuständig. Konsumenten werden lediglich zu den jeweiligen Webshops der Unternehmen oder heimischen Marktplätze weitergeleitet.
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