Raddy: Neue Location-App aus Österreich
 

Raddy: Neue Location-App aus Österreich

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Ein niederösterreichisches Start-up rund um Mitgründer Sebastian Schwelle will Nutzer auf Basis ihres Aufenthaltsorts vernetzen und Firmen als mobile Werbeplattform dienen

Derzeit kostenlos für Android erhältlich, ist diese Woche die neue Location-App Raddy der gleichnamigen Jungfirma aus Traunfeld in Niederösterreich an den Start gegangen. Ihr Zweck: Mit der Smartphone-App sollen sich Nutzer auf Basis ihres Aufenthaltsorts vernetzen, sich Treffpunkte ausmachen, chatten und interessante Lokale in der Umgebung finden, die ihnen im Optimalfall auch noch Rabatte gewähren. Damit erinnert Raddy ein wenig an Foursquare, eine Location-App aus New York, die vor einigen Jahren für viel Presse sorgte. Besonderen Wert lege man bei Raddy auf den Schutz der Nutzerdaten, so Mitgründer Sebastian Schwelle zum HORIZONT.

Löschung der Standortdaten


"Wir löschen alle personalisierten Standortdaten nach kürzester Zeit, lediglich erstellte Treffpunkte werden gespeichert, weil der Nutzer hier später große Vorteile von einer History haben wird", erklärt Schwelle. "Der Aufenthaltsort von Freunden in der Nähe wird daher auch nicht auf Karten, sondern lediglich in Gehminuten angezeigt. Mittels der Chatfunktion kann man sich dann im Handumdrehen auf einen Treffpunkt einigen." Außerdem würden User sich für andere mit wenigen Klicks "unsichtbar" machen können, bzw. an bestimmten Orten dauerhaft unsichtbar bleiben können.

Einloggen derzeit nur mit Facebook


Anonym ist der Nutzer von Raddy allerdings nicht. "Ja, der User wird über seine Telefonnummer identifiziert, und zu Beginn braucht er einen Facebook-Account, um sich einzuloggen. Dies hat den Vorteil, dass er seine Freunde nicht extra einladen muss, sondern er diese sieht, sobald sie auch die App auf ihrem Gerät installiert haben", sagt Schwelle. "Wir arbeiten aber gerade an einer neuen Version, in der man sich auch unabhängig von Facebook einloggen und auswählen kann, aus welchen Netzwerken (unter anderem auch Telefonkontakte) man seine Freunde importieren mag."

Lokale dürfen werben


Die App kommt laut Presseaussendung "ohne nervige Werbeeinblendungen und kostenpflichtige Erweiterungen"aus. Werbefrei ist sie allerdings nicht. "Zu Beginn ist für uns vor allem der mobile Werbemarkt interessant", erklärt Schwelle. "Hier arbeiten wir an einer Plattform, in der sich Partner einmal registrieren müssen und später sehr günstig und schnell ortsbasierte Werbung schalten können." Gastronomen sollen binnen weniger Minuten Werbung in einem bestimmten Gebiet schalten können und dabei auf Analyse-Tools (Zielgruppe, etc.) zurückgreifen können. Außerdem soll die App dabei helfen, "effiziente und hübsche" Werbung erstellen zu können.

Rabattaktionen im Dezember


Um die ersten 500 User zu bekommen, bietet Raddy im Dezember einige Rabattaktionen für die User in ausgewählten Wiener Lokalen wie dem Library Cafe, Schrittesser, Stadtkind, Radlager oder Hildegard Wurst. Im Jänner soll laut Schwelle eine digitale Schatzsuche dazukommen. Vorerst will Raddy den DACH-Markt bearbeiten. Außerdem soll bald ein neues Feature kommen: "Wir zeigen, wie viel Zeit seit dem letzten Treffen mit einem Freund vergangen ist. Dadurch soll man seine Freunde nicht so leicht aus den Augen verlieren und motiviert werden, gute Freunde öfter zu sehen", so Schwelle. "Schließlich war das unsere Motivation, mit all dem hier zu starten: Wir wollen Menschen zeigen, dass ein Gespräch doch wesentlich netter als eine virtuelle Unterhaltung ist."
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