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"Presse": Künftig Kostenpflicht für Premium-Content

Die Presse/Christine Pichler
"Wir führen keine Bezahlschranke ein", betont Chefredakteur Rainer Nowak. Vielmehr gilt die Gebühr für Content mit einer "hohen Eigenleistung" und Exklusivcharakter.
"Wir führen keine Bezahlschranke ein", betont Chefredakteur Rainer Nowak. Vielmehr gilt die Gebühr für Content mit einer "hohen Eigenleistung" und Exklusivcharakter.

Die Tageszeitung "Die Presse" bietet Online-Artikel ab März unter "Presse Premium" zum Kauf an.

Die "Presse" unterzieht ihr digitales Angebot einer Runderneuerung. Neben neuem Layout bedeutet das auch die Etablierung von kostenpflichtigen "Premium"-Inhalten. "Wir führen keine Bezahlschranke ein", betont dazu Chefredakteur Rainer Nowak im APA-Gespräch. Vielmehr gilt die Gebühr für Content mit einer "hohen Eigenleistung" und Exklusivcharakter.

"Alles, was nachrichtlich getrieben ist, bleibt frei zugänglich", beschreibt Nowak das von Online-Chef Manuel Reinartz federführend entwickelte Konzept. Artikel, in denen "besonders viel Energie, Zeit, Expertise und Rechercheaufwand" steckt, sowie exklusive Online-Inhalte kosten künftig 50 Cent pro Stück. Alternativ kann ein digitales Monatsabo für zehn Euro abgeschlossen werden. Das gilt ab Anfang März - bis dahin kann gratis getestet werden.

Als "handverlesen" soll sich dieses Angebot deutlich von algorithmen-gesteuerten Newsfeeds abheben. "Presse"-Geschäftsführer Herwig Langanger verspricht den Usern "journalistische Stücke, die einzigartig sind". Die Redaktion stellt auch ihre Arbeitsweise auf das neue Angebot ab: Es gibt nicht mehr einen täglichen Redaktionsschluss, sondern mehrere über den Tag verteilte.

Die digitalen Kanäle präsentieren sich ab kommendem Montag (16. Jänner) optisch überarbeitet, zudem ist das gesamte Design "responsive", das heißt, die Inhalte werden auf allen Plattformen (Desktop, mobil etc.) gleich dargestellt. Auch eine neue App gibt es.

Eine teilweise Kostenpflicht hat im vergangenen Jahr bereits die "Kleine Zeitung", wie die "Presse" aus dem Hause Styria, eingeführt. Dort wurde zum Basis-Abo ein "Plus"-Paket geschnürt, das ebenfalls die Tür zu exklusiven Inhalten und weiteren Services öffnet.
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