Plattformhaftung für Produktfälschungen: Trum...
 

Plattformhaftung für Produktfälschungen: Trump erlässt wegweisende Vorschriften für Amazon & Co.

Handelsverband
Der Handelsverband fordert digitale Fairness im E-Commerce.
Der Handelsverband fordert digitale Fairness im E-Commerce.

Handelsverband begrüßt neue US-amerikanische Richtlinien.

Die Trump-Administration hat neue Regeln zur Bekämpfung von Fake-Produkten im eCommerce präsentiert. Die neuen Richtlinien, die vom Department of Homeland Security (DHS) veröffentlicht wurden, sehen künftig eine Plattformhaftung für Produktfälschungen vor.

Der Hintergrund: Jahr für Jahr wächst das weltweite Geschäft mit Fake-Produkten um rund 15 Prozent, heuer soll erstmals die Marke von 1,8 Billionen US-Dollar überschritten werden. Mehr als ein Viertel davon entfällt laut Global Brand Counterfeiting Report auf den eCommerce. Das neue US Rahmenprogramm für Zoll- und Grenzschutz verlagert nun die Verantwortung für derartige Produktfälschungen auf Plattform-Betreiber wie Amazon. Damit sollen künftig in den USA Lager und Fulfillment-Zentren rechtlich und finanziell für die Schäden durch Produktpiraterie haften.

"Das ist ein richtungsweisender Weg für FairPlay im eCommerce! Die USA setzen damit um, was der österreichische Handelsverband für Europa schon seit Jahren fordert – eine Plattformhaftung für Produktfälschungen. Wann handeln wir? Nur durch digitale Fairness sind Innovationen leistbar und Internationalisierungsschritte möglich", appelliert Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will an die europäische Politik.

Die neuen Vorschriften bedeuten jedenfalls eine strengere Durchsetzung der amerikanischen Einfuhrgesetze. Plattformen wie Amazon sollen in Zukunft auch selbstständig die Vernichtung von Schmuggelware durchführen, die nicht vom US-Zoll beschlagnahmt wurde. Darüber hinaus müssen die eCommerce-Marktplätze den Behörden umfangreiche Daten über ihre Drittanbieter zur weiteren Überprüfung bereitstellen.

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