Periscope, Meerkat und was der Video Live-Str...
 

Periscope, Meerkat und was der Video Live-Streaming Hype jetzt für eure Marken tun kann

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Video Live-Streaming ist nun wirklich nichts neues.

Aber es ist wohl wie immer so: wenn jemand den ausschließlichen Fokus auf ein Thema legt, bekommt es so viel Aufmerksamkeit, dass ernsthaft etwas daraus werden kann. Vor allem, wenn dieser jemand eine Größe wie Twitter, mit seiner App Periscope ist. Oder ein gehyptes Start-Up wie Meerkat, das auf der SXSW für sehr viel Aufmerksamkeit gesorgt hat.

Natürlich findet sich, wie immer in den ersten Wochen und Monaten einer neuen Plattform wahnsinnig viel Schrott im Content. Viele Leute, die mit dem Service experimentieren, oder einfach irgendeinen Blödsinn filmen und streamen, weil es jetzt eben so leicht möglich ist.

Viel Potential

Ich sehe aber auch viel Potential, für Internet-Entrepreneure, wie Fitness Coaches, mit denen man gemeinsam trainieren kann. Yogis, die gemeinsam mit ihrer Fangemeinde Sonnengrüße machen. Oder Gitarrenlehrer, mit denen man bei einer wöchentlichen Jam-Session mitspielen kann.

Und Potential für „echte“ Marken. Das einige bereits begonnen haben, für sich zu entdecken. So streamt Red Bull beispielsweise live von Events wie dem Red Bull Guest House. Aber auch Unternehmen, von denen man es nicht so unmittelbar erwarten würde, wie General Electric experimentieren mit den Möglichkeiten, etwa mit einem Interview mit dem Astrophysiker Neil deGasse Tyson und dem Wissenschaftler Bill Nye. Und Adidas übertrug gleich die Vertragsunterzeichnung mit Fußball Star James Rodriguez und ließ die Fans damit hautnah dabei sein.

Der Blick hinter die Kulissen, wie Adidas das vorgemacht hat, ist natürlich eine exzellente, naheliegende Form der Nutzung von Live-Streams.

Produkt-Launches unmittelbar erlebbar zu machen, indem man sie live begleitet, wären eine weitere spannende Anwendung.

Aber auch Live Q&A’s könnten dankbar angenommen werden. Sei es in Interviewform mit Experten, wie im Beispiel von General Electric. Oder auch unter unmittelbarer Einbindung der Zuseher, über die Kommentare.

Marken, die mit Prominenten arbeiten können, haben natürlich besonders gute Karten. Wer die Zugkraft von Celebrities geschickt einzusetzen weiß, hat sicherlich einen guten Start. 

Und auch das Umfeld rund um die beiden Apps Meerkat und Periscope wächst bereits. Sowohl in Form von weiteren Apps wie Perisfind oder Find for Periscope. Als auch in Form von Online Plattformen wie Onperiscope oder Meerkatstreams.

Auch wenn im Moment noch nicht die großen Zuseherzahlen auf einen warten, ist doch jetzt bereits ein guter Zeitpunkt, um erste Versuche mit Periscope oder Meerkat zu starten. Video ist zweifelsfrei ein Trend in Social Media, der da ist, um zu bleiben. Live-Streaming ist da eine logische Entwicklung. Periscope gehört bereits zu Twitter. Wenn Meerkat sich halbwegs entwickelt ist anzunehmen, dass ein anderes großes Network, wie etwa Facebook das Start-Up kauft. Der Hype dürfte also durchaus ein Trend sein, der sich zum Standard entwickeln könnte.

Habt ihr bereits mit Live Streaming Erfahrungen gesammelt? Was sind eure Gedanken zu Meerkat und Periscope? Lasst mich eure Meinungen in den Kommentaren wissen.

[Michael Weberberger]
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