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"Paradise Papers": Facebook und Twitter bekamen Geld aus Russland

JUSTIN TALLIS

Das neue Daten-Leck bringt dubiose Geldflüsse von staatsnahen russischen Betrieben an die beiden US-Internetkonzerne ans Tageslicht.

Ein neues Datenleck, dessen Dokumente von über 380 Journalisten, unter anderem von "Süddeutscher Zeitung", ORF und "Falter", bearbeitet wurden und das unter dem Namen "Paradise Papers" firmiert, fördert Aufsehen erregende Geldflüsse zu den US-Internetkonzernen Facebook und Twitter zu Tage.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, geht es dabei um den Einstieg des russischen Investors Juri Milner bei den beiden US-Konzernen. Zwei staatsnahe russische Unternehmen mit engen Beziehungen zum Kreml sollen dabei hunderte Millionen Dollar beigesteuert haben. Beim Investment in Twitter soll die russische Staatsbank VTB beteiligt gewesen sein, beim Facebook-Aktienkauf die Gazprom Investholding.

Auch wenn Milner sich mittlerweile von den Aktien getrennt hat und beide russischen Konzerne eine politische Motivation für den Geldfluss abstreiten, bleibt eine pikante Note. Facebook und Twitter müssen derzeit russische Beeinflussung des US-Präsidentschafts-Wahlkampfes aufarbeiten.

Insgesamt zeigen die "Paradise Papers", wie Konzerne wie Nike oder Apple aber auch Privatpersonen Steueroasen nutzen, um Abgaben zu minimieren. Im Fokus steht dabei auch US-Handelsminister Wilbur Ross, der finanzielle Verbindungen zu einer Putin-nahen russischen Erdgasfirma pflegt.

[Red.]
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