Paid Content: "The Magazine" schließt
 

Paid Content: "The Magazine" schließt

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Das einstige Vorzeige-Projekt, das sich ausschließlich über Digitalabos finanzierte, muss wegen stark gesunkener Leserschaft schließen

Für viele Branchenbeobachter war es der erste Beweis, dass Paid Content auf Computer-Tablets funktionieren kann. "The Magazine", gegründet von dem Programmierer Marco Arment, war laut Chefredakteur Glenn Fleishmann vom ersten Tag an profitabel. Das Konzept: Gegen eine monatliche Abogebühr, die über den App Store abgerechnet wurde, bekam der zahlende Leser alle zwei Wochen eine neue Ausgabe auf iPad oder iPhone geliefert. "The Magazine" war bekannt dafür, aufgrund seiner schlanken Struktur seinen Autoren sehr großzügige Honorare zahlen zu können.

Jetzt aber hat Fleishmann verkündet, dass am 17. Dezember die letzte digitale Ausgabe von "The Magazine" erscheinen wird. "Die traurige Wahrheit ist, dass wir seit Februar 2013 sinkende Abonnentenzahlen sehen", so der Cheredakteur. "Leider haben wir es trotz großer Anstrengungen nicht geschafft, die sinkenden Zahlen mit neuen Abonnenten auszugleichen." Deswegen müsse man jetzt das Projekt beenden.

"The Magazine" wurde von Beobachtern des öfteren als eine Mischung aus "The Economist" und der IT-Zeitschrift "Wired" beschrieben. Aktuelle Abonnenten bekommen Abogebühren, die sie im Voraus bezahlt haben, zurück.
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