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ORF: Genehmigung für neues Onlineangebot durch Medienbehörde ausständig

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Wer derzeit www.faktoderfake.at in den Browser eingibt, landet auf einer Unterseite von "Meins", einem im Herbst 2015 gestarteten ORF-Angebot für ORF 1.
Wer derzeit www.faktoderfake.at in den Browser eingibt, landet auf einer Unterseite von "Meins", einem im Herbst 2015 gestarteten ORF-Angebot für ORF 1.

Die Medienbehörde KommAustria prüft nun die rechtliche Grundlage des neuen ORF-Onlineangebots faktoderfake.at.

Auf den Österreichischen Medientagen präsentierte Lisa Totzauer, Infochefin von ORF eins, ein neues Tool, das Fake News automatisiert erkennen soll (HORIZONT berichtete). Mit dem Tool - bis vor Kurzem abrufbar unter www.faktoderfake.at - will der ORF im Wahlkampf zu erwartende Falschmeldungen entlarven, die von Parteien oder Vorfeldorganisationen über Soziale Medien verbreitet werden. Entwickelt wurde das Tool gemeinsam mit der FH Hagenberg und der TU Wien.

Nun berichtet der Kurier in seiner gedruckten Ausgabe, dass die Medienbehörde KommAustria aktuell prüft, auf welcher rechtlichen Grundlage der ORF sein neues Onlineangebot in die Welt gesetzt hat. Man sei von Amtswegen aktiv geworden, nachdem man davon durch die Berichterstattung über die Österreichischen Medientage erfahren habe, erläuterte ein Behörden-Sprecher gegenüber dem Kurier.

Wir erinnern uns: Der ORF ist gesetzlich dazu verpflichtet, derartige Pläne zuvor in einem sogenannten Angebotskonzept der KommAustria zu übermitteln. Ohne eine Genehmigung seitens der Medienbehörde ist ein Betrieb unter anderem von Onlinenangeboten unzulässig.

Der ORF hat eine Stellungnahme an die Behörde angekündigt, er geht von der Rechtmäßigkeit des Onlineangebots aus. Wer derzeit www.faktoderfake.at in den Browser eingibt, landet auf einer Unterseite von "Meins", einem im Herbst 2015 gestarteten ORF-Angebot für ORF 1.

(red)
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