Opel versucht sich an Pinterest-Kampagne
 

Opel versucht sich an Pinterest-Kampagne

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Agentur Virtual Identity lässt Nutzer ihr Traumauto mittels Fotopins zusammenstellen

Facebook und Twitter sind mittlerweile zu Standard-Kanälen bei Online-Kampagnen geworden, doch dahinter wartet mit Instagram, Tumblr und Pinterest schon die nächste Generation an Web-Diensten, die nicht nur Millionen Internetnutzer, sondern auch Unternehmen entdecken. Einer davon ist Autohersteller Opel: Er hat gemeinsam mit der Agentur Virtual Identity, die in Österreich über vi knallgrau vertreten ist, eine der ersten Pinterest-Kampagnen gestartet.

Fotos sammeln


Kurz für nicht Eingeweihte: Pinterest ist ein auf Fotos basierender Social-Media-Dienst, bei dem Nutzer aufgefordert sind, Bilder aus dem Web auf virtuellen Pinnwänden zu sammeln. Die Fotos stammen großteils von anderen Webseiten und verlinken zu diesen - außerdem können sie favorisiert, kommentiert und weitergepinnt werden. Das Interessante an Pinterest ist, dass mehr als 50 Prozent der Nutzer weiblich sind, wodurch sich auf der Seite diese Zielgruppe leicht erreichen lässt. Wirklich durchgesetzt hat sich Pinterest aber erst in den USA und ist in Europa noch eher eine Nische - wenn den Betreibern auch eine große Zukunft prophezeit wird.

Mehr Sichtbarkeit


Opel hat nun für sein Kleinwagen-Modell Adam eine eigene Pinnwand erstellt, mit deren Hilfe sich der Nutzer sein personalisiertes Auto zusammenstellen kann. Mittels Bildern von Reifen, Innenausstattung und Karosserie kann er sich ähnlich wie in einem Konfigurator, die man von Auto-Seiten kennt, sein Traummodell zusammenbauen. Das Interessante daran: Seine Pinterest-Follower sehen die Aktivität und könnten so auch auf Opel aufmerksam werden.

Außerdem wird die Kampagne von Facebook-Aktivitäten begleitet, zudem haben viele Pinterest-Nutzer ihr Konto mit Facebook verknüpft. So könnten viele Opel-Bilder ihren Weg in das führende Online-Netzwerk finden, das seinerseits mit dem neuen Newsfeed-Design stark auf die hübsche Darstellung von Fotos setzt. Fotos bringen erfahrungsgemäß die höchsten Interaktionsraten und sorgen dafür, dass User viel zeit auf Webseiten verbringen.

Analyse-Tool


Pinterest mit derzeit mehr als zehn Millionen Nutzern in den USA ist sehr darauf erpicht, Unternehmen anzulocken. Kürzlich startete man ein Analyse-Tool für Marken, mit dem sich auswerten lässt, was Nutzer mit dem eigenen Content tun und wie sich Bilder verbreiten. Wie gut die verspielte Kampagne für Opel auf Pinterest funktioniert, bleibt abzuwarten.

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