"Online-Medien müssen transparenter werden"
 

"Online-Medien müssen transparenter werden"

Barbara Prammer und GLOBArt luden zum Talk in den Palais Epstein.

Auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und der "unabhängigen Denkwerkstatt für Zukunftsfragen" GLOBArt diskutierten die Chefredakteurin des Online-"Standard", Gerlinde Hinterleitner, Okto-TV-Mitarbeiterin Amina Handke, der Vorsitzende der Journalistengewerkschaft Franz C. Bauer und der langjährige ORF- Journalist Franz Kössler die Rolle von Online-Medien in politischen Fragen.

Für Hinterleitner ist das Internet heute schon "der Ort, an dem politischer Diskurs stattfindet", was sich beispielsweise an der Online-Vernetzung der Studierenden während der Audimax-Besetzung gezeigt hätte. Laut Kössler verlieren die traditionellen Medien ihr Monopol in Sachen Berichterstattung, auch wenn er die Authentizität so mancher Quellen im Internet in Frage stellt. Weder sei immer gesichtert wer hinter den Meldungen stehe, noch ob die Informationen überhaupt ausreichend recherchiert würden. Gerade in punkto Nachvollziehbarkeit könnten klassische Medien punkten. Laut Hinterleitner meint, dass Online-Berichterstattung transparent sein müsse.

Bauer beklagte generell den Qualitätsverlust im Medienbereich, für den er Druck sowohl vonseiten der Wirtschaft als der Politik verantwortlich machte. Journalisten hätten angesichts der immer schlechter werdenden wirtschaftlichen Bedingungen immer weniger Zeit, in die Tiefe zu gehen, meinte er. Eines sieht er auch im Zeitalter des Internet gegeben: Medien würden immer ein "Weltbild" vermitteln.

(Quelle: APA)
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