Österreicher wollen 3500 Kilometer mit E-Auto...
 

Österreicher wollen 3500 Kilometer mit E-Auto fahren

#

In einer Marketing-Aktion für Renault wollen Theresa Thalhammer und Markus Luger beweisen, dass Fernreisen mit einem E-Auto möglich sind - im August von Linz nach Barcelona und zurück

Elektromobilität kämpft vor allem mit einem Problem: die Reichweitenangst. Weil E-Autos nach wie vor eine geringere Reichweite als Autos mit Verbrennungsmotor haben und das Netz der E-Tankstellen noch nicht so groß ist wie das der Sprit-Tankstellen, sind Konsumenten oft noch zurückhaltend ob der neuen Antriebstechnologie.

Theresa Thalhammer (Marketing-Managerin im Autohaus Sonnleitner, das Renault, Nissan und Dacia vertreibt) und Markus Luger (Otelo Genossenschaft) wollen Konsumenten diese Reichweitenangst nehmen. Sie werden im August zu einer 3500 Kilometer langen Reise (von Linz nach Barcelona und retour) in einem Renault Zoe (elektrisch angetriebener Kleinwagen) aufbrechen.


"Den Gegenbeweis antreten"

"Ziel der Reise ist es zu zeigen, dass nachhaltiges Reisen und Verreisen mit dem Elektroauto funktionieren", so Thalhammer zum HORIZONT. "Hauptkritikpunkte an der Elektromobilität sind häufig die kurze Reichweite sowie die mangelnde Alltagstauglichkeit. Wir wollen den Gegenbeweis antreten."

Einfach losfahren können sie aber nicht. "Wir haben die Strecke mittlerweile ziemlich exakt geplant, was wir auch müssen, da es in Südeuropa zwar E-Tankstellen gibt, das Netz aber entweder nicht gut ausgebaut ist, oder die Tankstellen online nicht aufgeführt sind", so Thalhammer. Zudem gäbe es mittlerweile viele private Stromproduzenten, und Hotels und Unterkünfte seien ebenfalls oft mit E-Tankstellen ausgestattet.

Null Emissionen als Ziel


Ein großes Nebenziel der Reise: null Emissionen. In Kombination mit einer mobilen Photovoltaikanlage wolle man auf der gesamten Reise so wenig direkte wie indirekte Emissionen verursachen - wie genau diese Anlage eingesetzt werden kann, muss aus technischen Gründen aber noch erörtert werden.


"Wir versuchen natürlich, die Kosten sehr gering zu halten", so Thalhammer. "Mit ein bisschen Glück kostet uns der Strom gar nichts. Auf jeden Fall sollen die Kosten unter 200 Euro bleiben und somit unter den Kosten für Flug, Bahn oder Benzin."

Medienpartner und Ars Electronica


Um die Bevölkerung von der Aktion, die unter dem Motto "Mit der Sonne ans Meer" läuft, in Kenntnis zu setzen, haben Thalhammer und Luger Medienpartnerschaften mit einigen österreichischen Zeitungen geschlossen, die über die Fahrt berichten werden.

Außerdem wird es im Rahmen des Linzer Ars Electronica Festivals eine Start- und Schlussveranstaltung geben. Insgesamt wollen Thalhammer und Luger 21 Tage durch vier Länder unterwegs sein.
stats