ÖNB stellt 200.000 Bücher aus dem Prunksaal g...
 

ÖNB stellt 200.000 Bücher aus dem Prunksaal gratis online

Österreichische Nationalbibliothek
Das „Saltzburgisches Koch-Buch“ von Conrad Hagger aus 1718 enthält mehr als 300 Abbildungen und erlaubt eine gute Vorstellung repräsentativ-barocker Lebensart.
Das „Saltzburgisches Koch-Buch“ von Conrad Hagger aus 1718 enthält mehr als 300 Abbildungen und erlaubt eine gute Vorstellung repräsentativ-barocker Lebensart.

Gemeinsam mit Google digitalisiert die Österreichische Nationalbibliothek ihre Bücher, nun können alle zwischen 1501 und 1850 erschienenen Werke gratis abgerufen werden.

Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) hat nun gemeinsam mit Google die rund 200.000 Bücher aus dem Prunksaal digitalisiert und online gestellt, die zwischen 1501 und 1850 erschienenen Werke können nun online kostenlos abgerufen werden. Somit sind inzwischen mehr als 420.000 Bände aus dem Bestand der ÖNB digitalisiert.

Der historische Druckschriftenbestand der Österreichischen Nationalbibliothek zählt zu den fünf bedeutendsten Sammlungen historischer Bücher weltweit. Er umfasst rund 600.000 Werke mit etwa 200 Millionen Seiten, die vom 16. bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts erschienen sind.

Google seit 2010 als Partner

Im Rahmen des Projekts Austrian Books Online (ABO) digitalisiert die ÖNB in einem Public-Private-Partnership mit Google seit 2010 den urheberrechtsfreien Bestand und stellt ihn online gratis zur Verfügung. Das ABO-Projekt wird voraussichtlich 2018 und damit zum 650. Geburtstag der Österreichischen Nationalbibliothek abgeschlossen sein.

Interessierte können diese Drucke über QuickSearch, den Online-Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek, sowie über Google Books und die europäische digitale Bibliothek "Europeana" jederzeit aufrufen, im Volltext durchsuchen, lesen und auch vollständig herunterladen.

Sicherung für spätere Generationen

Austrian Books Online ist nicht nur das derzeit größte Massendigitalisierungsprojekt der Österreichischen Nationalbibliothek, es trägt auch zur Bestandssicherung bei. So wird jedes einzelne Buch vor der Digitalisierung durch Experten des hauseigenen Instituts für die Restaurierung gereinigt.

Wenn notwendig werden zudem konservatorische Maßnahmen wie das Einkleben von losen Buchseiten, das Verkleben von Rissen in Buchseiten und das Stabilisieren der Verbindung zwischen Buchblock und Einband gesetzt. Eine sorgfältige Überprüfung nach der Digitalisierung schließt die Bearbeitung ab. Zur Bestandssicherung trägt das Projekt auch insofern bei, als im Falle einer Katastrophe zumindest die Inhalte dieser wertvollen Werke in einer digitalen Kopie vorhanden sind.
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