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NYT: Anzeigen rückläufig, Abonnentenzahl schwächelt

Das führende US-Medium will mit günstigeren Digital-Abos reagieren und neue Produkte bringen

Die New York Times, die im Bereich Print als auch Online vielen Medienhäusern als Vorbild gilt, hat durchwachsene Quartalsergebnisse präsentieren müssen. Die "Earnings per Share" liegen mit 0,04 Dollar leicht unter den von Analysten erwarteten 0,05 Dollar. Der Grund: Das Anzeigengeschäft ist mit einem Minus von 11,2 Prozent — minus 13 Prozent in Print und minus 4 Prozent digital- insgesamt rückläufig. Die Einnahmen aus den Abos und Einzelverkäufen sind um 6,2 Prozent gestiegen, wobei die NYT aber nicht verrät, wie viel Prozent der Erlöse aus dem Digital-Bereich stammen.

Abonnentenzahl wichtig


Zeitgleich wachsen die Abonnentenzahlen nicht mehr so stark wie noch in den vorangegangenen Quartalen und liegen jetzt bei 708.000. Darin inkludiert sind Abonnenten der "International Herald Tribune" und des "Boston Globe", letzterer wird bald verkauft. Die New York Times kann sich damit brüsten, mehr Geld aus Abos (Print und Digital) zu bekommen als über Anzeigen. Wenn die Erlöse aus dem Anzeigengeschäft sinken, müssen neue Abonnenten den Verlust ausgleichen.

Billigere Digital-Abos


Aufgrund der schwierigen Marktsituation hat die New York Times unter CEO Mark Thompson einen Wachstumsplan erstellt. So will man künftig günstigere Abonnements für spezifische Themengebiete bringen, um mehr Abonnenten anzusprechen. Weiters will man Vollabonnenten Zugang zu Events verschaffen und damit die Premium-Abos attraktiver machen. Außerdem arbeitet man an neuen Produkten, die aber erst Ende 2014 kommen sollen und neue Umsätze generieren werden.

Weitere Chancen für Wachstum sieht die NYT im Ausbau des Video-Contents sowie Zusatz-Services wie dem Verkauf von Gütern und Services unter der starken Eigenmarke.
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